Kölner Karneval und mehr dazu aus der Sicht einer Islamkundigen

Ein interessantes Interview zum Thema frauenfeindliches Verhalten von Zuwandern mit der islamkundigen Immunologin und Journalistin Shereen-el-feki führte der Spiegel. Es lohnt sich, ihre Ausführungen nachzulesen. Sie bieten ein gute Argumentationshilfe.

Sie sagt:

Ich habe selbst sexualisierte Gewalt erlebt und möchte ganz klar sagen, dass solche Übergriffe immer unentschuldbar sind. Etwas zu verstehen, bedeutet aber auch nicht, es zu entschuldigen. Und wir können Einstellungen nun mal nur ändern, wenn wir verstehen, wie sie zustande kommen. In der arabischen Region, wo die Männer in patriarchalisch organisierten und autoritär geführten Regimen auch noch unter Druck stehen wegen der ökonomischen Situation, ist es nicht verwunderlich, dass sie die Frustration ausagieren.

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Und weiter:

Der Aufstieg des „Islamischen Staates“ (IS) hat in vielen arabischen Ländern eine Debatte darüber ausgelöst, was mit dem Islam passiert. Wer spricht in seinem Namen und bestimmt so auch Vorstellungen von Sexualität mit? Durch Abgrenzung vom IS finden viele junge Araber ihre Stimme. „Das ist nicht mein Islam“ ist die Wendung, die Sie dann in sozialen Netzwerken lesen können. Häufig hören wir in den westlichen Massenmedien aber nur von den Männern, die Frauen belästigen. Die, die sich in Projekten und Initiativen gegen Sexualgewalt stellen, finden kaum statt.“

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Und zum Schluss:

Wenn Flüchtlinge plötzlich nicht mehr ins Schwimmbad gelassen werden und über härtere Abschiebungsregeln diskutiert wird, ist das natürlich auf gewisse Weise die unausweichliche Konsequenz von Köln. Aber solche Aktionen helfen keinem. Auch, weil klar ist: Wenn Deutschland junge Männer in ihre Länder zurückschickt, produziert es erstklassiges Rekrutierungsmaterial für extremistische Bewegungen. Die, die die sich hier abgelehnt fühlen, werden nicht einfach friedlich heimkehren. „

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