Anfassen ist besser

Es ist erstaunlich, aber wahr: Obwohl wir uns jetzt schon Jahrzehnte mit virtuellen Dingen befassen, bevorzugen wir doch die Sachen, die wir anfassen können. Einerseits belasten uns die vielen Gegenstände, die wir in unsere Wohnungen und Häuser schaffen und die allmählich immer mehr Raum beanspruchen, so dass wir für uns selbst (und unsere Gedanken) kaum noch Platz finden. Sie schleichen in unser Leben und in unsere Erinnerung und bleiben dort wie festgeklebt. Wenn wir uns von ihnen trennen wollen (und unser Haus entrümpeln), müssen wir große innere Widerstände überwinden. Manches können wir wegwerfen, verschenken, abgeben – aber der größte Teil bleibt. Und wird nach unserem Tod anderen Arbeit machen…

So gut wie alles muss irgendwann entsorgt werden…

Warum eigentlich bevorzugen wir nicht die Dinge, die gestaltlos und körperlos sind? Die uns gehören, aber keinen Platz einnehmen? Dinge, die wir mit einem Knopfdruck loswerden können, sollten wir sie nun wirklich nicht länger um uns haben wollen? Aber die auch nicht stören, wenn sie bleiben, weil sie sich unsichtbar machen?

Denken Sie an das Papierbuch und das eBook. Ersteres wiegt etwas, muss abgestaubt werden, nimmt anderem im Regal den Platz weg, muss am Ende unter Schmerzen entsorgt werden… Das andere steht im virtuellen Regal und ist ganz, ganz still. Braucht nichts, will nichts, kostet weniger. Und ist doch immer verfügbar.

So viele Bücher stecken in einem einzigen Lesegerät…

Wir sind wie wir sind. Nur was wir anfassen können, schätzen wir hoch. Genau dies besagt ein Artikel in der Wissenschaftszeitschrift Spektrum:

Warum wir lieben, was wir anfassen können

In diesem Sinne: Überlegen Sie, ob Sie Ihren Lieben nicht etwas schenken wollen, was diese auch mit den Händen berühren können: erhalten, öffnen, entfalten, lesen, zusammenfalten, verstauen, wieder herausnehmen, wieder lesen, bündeln, abheften, etc. Mit anderen Worten: Briefe oder Postkarten, die jeden Monat wieder neu etwas zum Anfassen darstellen. Und dadurch, wenn man obigem Artikel glauben schenkt, unendlich wertvoll wirken.

Briefe und Postkarten

Immer wieder was zu lesen…und zum Anfassen

Und jetzt ein heißer Tipp von uns: Unsere neue Feldpost gibt es gleich zweimal – und nur einmal muss bezahlt werden. Nur bis Weihnachten!

>Zur Feldpost: Für alle, die sich fürs Büchermachen und den Literaturbetrieb interessieren

Artikelinfo via ebook nl, herzlichen Dank!

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