Bojen im Büchermeer: Bonjour Tristesse

fs 

Angesichts der Hegemann-Hype habe ich über weitere Explosivromane nachgedacht, die von siebzehnjährigen weiblichen Frechdäxen (schreibt man es so?) in die erstaunte Erwachsenenwelt hinausgefeuert wurden. Ja, und da ist mir die in Maßen verruchte Francoise Sagan eingefallen, deren "Bonjour Tristesse" mich damals vom Hocker katapultiert hat. So jung und schon so abgeklärt! So jung und schon so erfahren! So jung und schon so lakonisch!

Ich weiß nicht, was ich dächte, wenn ich dies Werklein heute noch einmal läse… habe noch keine Zeit dafür gehabt, ist mir eben erst eingefallen. In den Jahren nach der Erstlektüre habe ich aber alle Sagan-Romane verschlungen und ich meine schon, dass sie einen unnachahmlichen Sound kreiert hat, den heutzutage vielleicht nur Marianne Faithfull so hinkriegt, – mit ihrer Stimme, nicht mit Worten. Es gibt bestimmt noch eine ganz Menge Fräuleinwunder-Shootingstars über die Zeitläufte der Literaturgeschichte im 20. und 21. Jahrhundert. Wenn Ihnen jemand einfällt, lassen Sie es mich wissen …

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