„John Franklin war schon zehn Jahre alt und noch immer so langsam, dass er keinen Ball fangen konnte.“ Für mich ist dieser Satz aus Sten Nadolnys vielfach preisgekröntem Bestseller „Die Entdeckung der Langsamkeit“ der mit Abstand schönste erste Satz eines Romans. Dagegen kann „Ilsebill salzte nach“ kein bisschen anstinken! Seitdem hat mich nie [...]
Hier finden Sie jeden Samstag Gedanken zu Büchern, die der Verfasserin etwas bedeuten: my personal backlist
Bojen im Büchermeer
"Ein Text ist nicht schon deshalb gut, weil er (a) korrekt und (b) von mir ist. Mit perfekter Grammatik lassen sich die scheußlichsten Sätze zimmern.“ Diese beiden Sätze aus der Einleitung charakterisieren die Stoßrichtung, die Wolf Schneider, der Nestor journalistischer Formulierungskunst, seiner neuesten Kampfschrift gegeben hat. Er kämpft wie schon viele Jahre für die Verständlichkeit [...]
Bojen im Büchermeer
Wollen Sie wissen, wie viel Weisheit und Erfahrung in den Volksmärchen steckt, die wir von den Gebrüdern Grimm kennen ? Wollen Sie erleben, wie man diese Weisheit aus dem Text dieser Märchen herauslesen kann, wenn man über tiefenpsychologische Kenntnisse verfügt und sensibel mit den Formulierungen des Märchens umgeht ? Wussten Sie, dass jede zehnte Ehe [...]
Bojen im Büchermeer
Rainer Groothuis gibt in seinem Pappbändchen "Papperlapapp" Antworten auf die Fragen, die alle, die mit Büchern arbeiten, immer wieder stellen. Wie verkauft sich ein Buch am besten? Gewidmet sind diese Basisseiten "jenen, denen Bewegung Frische bedeutet, für die Qualität mit Lust beginnt." So heißt es programmatisch auf der zweiten Seite. und dann folgen Überlegungen zum [...]
Bojen im Büchermeer
Vielleicht ist es ja nicht der allerrichtigste Augenblick, um einen kleinen Taschenkalender vorzustellen, alldieweil wir ja schon im vierten Monats des Jahres 2010 sind. Aber um sich im November, Dezember im eigenen Taschenkalender eine kleine Notiz zu machen, dafür ist es nicht zu früh. Wie sie lauten soll? "Poesie Agenda 2011 aus dem Orte Verlag [...]
Bojen im Büchermeer
“Vom Abenteuer, einen Roman zu schreiben” heißt Band 1 der Bücher für Autoren aus der Leipziger Textmanufaktur. Hübsch liegt es in der Hand, das kleine, mit rotem Leinen bezogene Büchlein (inclusive rotem Lesenbändchen) von Historienautor Titus Müller. Angenehm unprätentiös berichtet der junge Mann darin über zehn Arten, sich zum Schreiben zu motivieren, spannend zu schreiben, [...]
Bojen im Büchermeer
Angesichts der Missbrauchsdebatte tut es vielleicht einmal ganz gut, nicht von übersexten, sondern von untersexten Menschen zu reden. Die gibt es nämlich auch. Anlässlich des Versuches, ein Psychogramm eines Protagonisten zu erstellen, bin ich an dieses Sachbuch geraten: Arne Hoffmann "Unberührt" . Die wörtlich wiedergegebenen Protokolle von Betroffenen AB-Personen (i.e. „Absolute Beginners“ in zwischenmenschlich-sexuellen Belangen) [...]
Bojen im Büchermeer
Anlässlich des Verlustes eines lieben Menschen, ich schrieb es schon, der einer großen, traditionsreichen Familie angehörte, kommen mir Thomas Manns "Buddenbrooks" in den Sinn. Sie verhalfen dem recht jungen Autor damals zu Ruhm und intellektueller Arroganz, was für die Nachwelt Vor- und Nachteile hatte. Dem Leser verhalfen sie zu vergnüglichen Stunden (was bei späteren Mann-Werken [...]
Bojen im Büchermeer
Der Afghane, ja, der kann erzählen. Den “Drachenläufer” kennen Sie, und wenn Sie ihn nicht gelesen haben, so haben Sie doch sicher den Film gesehen. Im Augenblick lese ich den Folgeroman, die Tausend tollen Sonnen. Zumindest im Englischen heißt er so: “A Thousand Splendid Suns”. Ach – das gleitet so schön dahin, fast nur Dialoge [...]
Bojen im Büchermeer: Daphne du M.
Wer kennt “Rebecca” nicht? Den Film (1940 gewann er immerhin einen Oscar), den Roman? Oder “Die Vögel”? Den Film, die Kurzgeschichte? Oder “Wenn die Gondeln Trauer tragen”? Den Film, die Erzählung (unter dem Namen: “Dreh dich nicht um”)? Kurzum, Daphne du Maurier konnte es. Schon zu Lebzeiten – sie ist 1989 in Cornwall gestorben – [...]