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Archive for the ‘Ceterum censeo’ Category

Ceterum censeo

Freitag, März 5th, 2010

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Bücher könnten ja auch mal ganz anders sein.

Uns überraschen.

Die neuen technischen Möglichkeiten, die mit dem E-Book auf dem iPad (oder einem anderen Gerät) aufgetan werden, beschäftigen uns bereits. Was könnte man nicht alles anstellen…

Zurück zum klassischen Buch. Auch das kann mal anders als gewohnt aussehen. Raffiniert vorgemacht haben uns das Lenore Doolan und Harold Morris, ein erfundenes Liebespaar. Als ihre Beziehung zerbrach, wanderten die bedeutsamen Gegenstände (tell tale things, of course) aus ihrem Besitz in eine Auktion. Und verfasst hat den Auktionskatalog die Autorin Leanne Shapton, der hiermit zu diesem grandiosen Einfall gratuliert wird. Ein Coup!

Mehr dazu bei ihr zuhaus.

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Ceterum Censeo

Freitag, Februar 26th, 2010

Kopie von ceterum censeo copy idee

Telefonie über Skype ist doch kostenlos - und wenn man eine kleine Webcam kauft und an den Rand des Monitors klipst, kann man den Teilnehmer auch sehen. Wie wäre es mit folgendem Geburtstagsgeschenk? Ihr Mann, Ihre Tante, Ihre Tochter hat doch einen Lieblingsautor? Sind es Ken Follet, P.D.James und Potterfrau Rowlings? Dann brauchen Sie jetzt nicht weiterzulesen …

Mögen die drei aber deutsche Autoren, Sebastian Fitzeck, sagen wir mal, Inge Löhnig und, sagen wir mal, Petra A. Bauer - dann wäre das doch was: Zum Geburtstag liest der Autor die Lieblingsstelle via Skype vor. Zehn Minütchen. Fünfe small talk. Schwupps, die magische Viertelstunde ist um. Der Beschenkte fühlt sich geehrt, der Autor hat was verdient, ohne aus dem Haus zu müssen, und Sie zahlen für das Ganze einen zu verhandelnden, aber sicher moderaten Preis. Na, wär das was?

PS.: Pfiffige Ideen braucht der Mensch. Hier noch eine, eine ganz andere, die mich heute Morgen beeindruckt hat.

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Ceterum Censeo

Freitag, Februar 19th, 2010

ceterum censeo.copy

…dass man auch anders auf sich aufmerksam machen könnte. Provokation ist okay, aber nicht mit illegalen Mitteln. Im Grunde könnte man sagen, der H-Hype ist ein Grund mehr für Autoren, sich selbst zu verlegen. Denn wenn die Verlage ihre Qualitätskontrolle nicht mehr ernst nehmen, dann werden sie überflüssig. Gewinngier trübt eben manchmal den Blick…nicht nur von Bankern, sondern auch von anderen, bisher unverdächtigen Berufsgruppen.

Damit ich jetzt aber nicht nur rede, sondern auch ein hübsches Beispiel für eine dezente (nein, eine Provokation ist das natürlich nicht und auch nicht frauenfeindlich) Kampagne zeige, und zwar für Twitter, haben Sie jetzt die Möglichkeit hier zu klicken. Ein herzliches Dankeschön an Susanne Ackstaller von texterella.

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Ceterum Censeo

Freitag, Januar 29th, 2010

ceterum censeo.copy

…dass das mal wieder so ein richtiger Steve Jobs’ Gottesdienst war am letzten Mittwoch. Jetzt haben wir es also - das neue Endgerät, semisakral präsentiert wie es sich für Apple halt gehört - , genannt iPad. Witzbolde verweisen auf alle möglichen unpassenden Assoziationen, sei’s drum, das ist Kokolores.Weltweit kann man mit jedem Begriff Naming-Fehler machen, wer wüsste das nicht.

Aber mit einem stylishen, bedienungsfreundlichen, formidablen Endgerät kann man Menschen Geld aus der Tasche ziehen. Niemand ist so anfällig dafür wie die Cyber-Gemeinde, was überrascht, weil doch eigentlich das Internet für rationale, transparente Einkaufsentscheidungen die Fundamente legt. Aber Cult ist eben was anderes. Und kleine, eitle Sünden immer erlaubt (man gönnt sich ja sonst nichts, sagt die digitale Boheme).

Dass mit den angeschlossenen App Stores nun endlich auch eine Möglichkeit gefunden wurde, Content abkassierbar zu machen, ist eine Tatsache, die man erst verdauen muss. Wenn ein großer Prozentsatz beim Urheber bleibt und nicht etwa beim Bereitsteller des Kanals ist dagegen nichts einzuwenden.

Nun aber zu uns, den Content-Urhebern: Wir werden uns was einfallen lassen müssen. Auf den Tabletts kann man ja so viel machen …da müssen neue Formen, bzw Formate her. Nur-Text ist doof, Nur-Bild auch, Nur-Musik, Nur-Film auch. Jetzt heißt es Köpfchen haben und schnell sein. Darauf erst mal eine Melange, Herr Ober!

…………………………………

Hier noch eine Stimme dazu: Der Netzmelder.

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Ceterum Censeo

Freitag, Januar 22nd, 2010

ceterum censeo.copy 

…dass man immer mal ins Unreine hinein planen sollte, um die Lebensenergie nicht trockenfallen zu lassen.

Eine meiner Lieblingsphantasien: Einen Fotografen finden, vier mannshohe Fotos auf Stellwände pappen, jeweils im rechten Winkel, in Kreuzform. Daraus entstehen dann vier Nischen, in denen sich ein bequemer Stuhl befindet. Der müde, vom Einkaufen oder Behördengängen geschwächte Passant setzt sich. Bekommt einen MP3Player oder etwas ähnliches ins Ohr und hört sich eine Kurzgeschichte an, die zum jeweiligen Photo passt. Wäre meditativ, unterhaltsam und erholend zugleich. Und kosten würd’s auch nicht viel. Fotografen, bitte melden! Desgleichen - leere Läden! Sponsoren! Stadtväter! Und natürlich Kollegen! Passanten! Ach ja, träumen wird man wohl noch dürfen…

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Ceterum censeo

Freitag, Januar 15th, 2010

ceterum-censeocopy27

Interessanter Gedanke: Für content wird nicht bezahlt. Bezahlt wird immer nur fürs Medium. Für das, was man anfassen kann. Also fürs Gemälde, das man nach Hause tragen kann. Für die Lampe mit Fuss und Schirm, nicht fürs Licht. Für die Schallplatte, nicht für die Musik. Fürs Buch, nicht für den Text, der darin steht.

Ergo kann man eigentlich fürs eBook nichts oder fast nichts verlangen. Aber wovon sollen dann die Urheber leben? Womit kann man’s umgeben, das Virtuelle, damit es einen sichtbaren, fühlbaren Wert bekommt?

Stoff zum Nachdenken. Zum Kreativsein. Und überhaupt.

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Autorenexpress: Buch selber verlegen?

Freitag, Januar 8th, 2010

autorenexpress Manchmal gar keine so schlechte Idee. Ein Beispiel: Kurzgeschichten, die in unterschiedlichen Anthologien erschienen sind, in einem Erzählband zusammenfassen. Zweites Beispiel: Ein vergriffenes, nicht wieder aufgelegtes Buch weiterleben lassen. Andere Beispiele ließen sich finden … aber bei wem und wo soll das Eigenwerk gedruckt werden? On demand, natürlich, damit keine Lagerkosten anfallen.

Eine ganze Reihe von On-Demand-Druckern ist hier bei DIYG versammelt; gefunden über Leander Wattig, danke.

Tags: Selbstmarketing, Verlage
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Ceterum censeo

Freitag, Januar 8th, 2010

ceterum censeo.copy

…dass alle Hoteliers jetzt mal herhören sollten! Sie sind doch jetzt, meine Damen, meine Herren, – verdienterweise? – steuerlich entlastet worden. Wäre es da nicht richtig, etwas davon an die Kunst weiterzureichen?

Beim Stöbern im internet habe ich von einem Hotel in der Berliner Bleibtreustraße gelesen, das da eine Superidee entwickelt und umgesetzt hat: http://www.boersenblatt.net/349846/. David Weinberger, der junge Chef, hat einen Literaturraum ausgerufen, in dem ein zu benennender Autor 4-6 Wochen logieren darf. Natürlich ist Berlin eine attraktive Stadt, und die Bleibtreustraße mitten im (West-)zentrum – das dürfte viele Sprachkünstler inspirieren. Aber gerade zum Schreiben braucht man auch manchmal Einsamkeit, es könnte also jedes beliebige Landhotel, jede noch so entfernte Provinzpension für einen Autor, eine Autorin interessant sein. Und was hat der Gastronomiebetrieb davon? Nun, sein Zimmer ist ja ohnehin da, das Zimmermädchen auch, es entstehen also kaum Mehrkosten. Wenn man das Angebot in einer Zeit macht, die sowieso flau ist …

Sicher ist jedenfalls, dass der Künstler (und gewiss seine zahlreichen Anverwandten und Kollegen) immer dieses eine Hotel bevorzugen werden. Das ist ein wirtschaftlicher Vorteil, vom Imagegewinn haben wir noch gar nicht gesprochen… stellen Sie sich vor, Herta Müller hätte da logieren dürfen…Jetzt könnte man das Gästebuch von damals in eine Goldvitrine legen.

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Ceterum censeo

Freitag, Dezember 18th, 2009

ceterum censeo.copy

… dass man es auch einmal anders herum probieren könnte. Wie wäre das, wenn nicht der Autor den Verlag suchte und der Verlag dann die Buchhandlung, sondern umgekehrt?

“All Business is local”, heißt es doch, jedenfalls in der Old World außerhalb des Netzes.

Die Reihenfolge einmal umzudrehen hieße folgendes: Der Autor holt sich den örtlichen Buchhändler oder die örtlichen Buchhändler ins Boot, verfasst eine lokale Geschichte, Erzählung, Roman (?) und tritt dann an einen Verlag heran – den oder besser die Sortimenter schon im Gepäck. Wäre das nicht einmal einen Versuch wert?

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Ceterum censeo

Freitag, Dezember 11th, 2009

ceterum censeo.copy

Ich denke immer, bei Hotels müsste was für Autoren gehen. Mit 60% Auslastung der Hotelbetten fahren die meisten gastgewerblichen Unternehmungen gut – egal, wie viele Sterne, ob Budget oder Premium. Aber was ist mit den leer stehenden 40%? Warum kann man die nicht nutzen? So viele Menschen, die beruflich unterwegs sind, langweilen sich am Abend mit dem unsäglichen TV-Programm. Einsam in ihrem Zimmer. Zu erschöpft, um noch mal auszugehen oder an der Bar herum zu hängen. Wäre es da nicht nett, man böte ihnen etwas Abwechslung? Und Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme?

Man nehme also ein ungenutztes, größeres Zimmer, schaffe ein paar Stühle heran, ein Tablett mit Getränken und einen Autor, der zufällig in der Stadt weilt (Autoren reisen ständig…), kassiere zehn Euro an der Rezeption, und fertig ist, ohne jeden Aufwand, ein unterhaltsames einstündiges Abendprogramm.

Der Autor bekommt die Nacht gratis und verkauft ein paar Bücher. Wär das nix?

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