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Archive for the ‘Ceterum censeo’ Category

Autorenexpress: Buch selber verlegen?

Freitag, Januar 8th, 2010

autorenexpress Manchmal gar keine so schlechte Idee. Ein Beispiel: Kurzgeschichten, die in unterschiedlichen Anthologien erschienen sind, in einem Erzählband zusammenfassen. Zweites Beispiel: Ein vergriffenes, nicht wieder aufgelegtes Buch weiterleben lassen. Andere Beispiele ließen sich finden … aber bei wem und wo soll das Eigenwerk gedruckt werden? On demand, natürlich, damit keine Lagerkosten anfallen.

Eine ganze Reihe von On-Demand-Druckern ist hier bei DIYG versammelt; gefunden über Leander Wattig, danke.

Tags: Selbstmarketing, Verlage
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Ceterum censeo

Freitag, Januar 8th, 2010

ceterum censeo.copy

…dass alle Hoteliers jetzt mal herhören sollten! Sie sind doch jetzt, meine Damen, meine Herren, – verdienterweise? – steuerlich entlastet worden. Wäre es da nicht richtig, etwas davon an die Kunst weiterzureichen?

Beim Stöbern im internet habe ich von einem Hotel in der Berliner Bleibtreustraße gelesen, das da eine Superidee entwickelt und umgesetzt hat: http://www.boersenblatt.net/349846/. David Weinberger, der junge Chef, hat einen Literaturraum ausgerufen, in dem ein zu benennender Autor 4-6 Wochen logieren darf. Natürlich ist Berlin eine attraktive Stadt, und die Bleibtreustraße mitten im (West-)zentrum – das dürfte viele Sprachkünstler inspirieren. Aber gerade zum Schreiben braucht man auch manchmal Einsamkeit, es könnte also jedes beliebige Landhotel, jede noch so entfernte Provinzpension für einen Autor, eine Autorin interessant sein. Und was hat der Gastronomiebetrieb davon? Nun, sein Zimmer ist ja ohnehin da, das Zimmermädchen auch, es entstehen also kaum Mehrkosten. Wenn man das Angebot in einer Zeit macht, die sowieso flau ist …

Sicher ist jedenfalls, dass der Künstler (und gewiss seine zahlreichen Anverwandten und Kollegen) immer dieses eine Hotel bevorzugen werden. Das ist ein wirtschaftlicher Vorteil, vom Imagegewinn haben wir noch gar nicht gesprochen… stellen Sie sich vor, Herta Müller hätte da logieren dürfen…Jetzt könnte man das Gästebuch von damals in eine Goldvitrine legen.

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Ceterum censeo

Freitag, Dezember 18th, 2009

ceterum censeo.copy

… dass man es auch einmal anders herum probieren könnte. Wie wäre das, wenn nicht der Autor den Verlag suchte und der Verlag dann die Buchhandlung, sondern umgekehrt?

“All Business is local”, heißt es doch, jedenfalls in der Old World außerhalb des Netzes.

Die Reihenfolge einmal umzudrehen hieße folgendes: Der Autor holt sich den örtlichen Buchhändler oder die örtlichen Buchhändler ins Boot, verfasst eine lokale Geschichte, Erzählung, Roman (?) und tritt dann an einen Verlag heran – den oder besser die Sortimenter schon im Gepäck. Wäre das nicht einmal einen Versuch wert?

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Ceterum censeo

Freitag, Dezember 11th, 2009

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Ich denke immer, bei Hotels müsste was für Autoren gehen. Mit 60% Auslastung der Hotelbetten fahren die meisten gastgewerblichen Unternehmungen gut – egal, wie viele Sterne, ob Budget oder Premium. Aber was ist mit den leer stehenden 40%? Warum kann man die nicht nutzen? So viele Menschen, die beruflich unterwegs sind, langweilen sich am Abend mit dem unsäglichen TV-Programm. Einsam in ihrem Zimmer. Zu erschöpft, um noch mal auszugehen oder an der Bar herum zu hängen. Wäre es da nicht nett, man böte ihnen etwas Abwechslung? Und Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme?

Man nehme also ein ungenutztes, größeres Zimmer, schaffe ein paar Stühle heran, ein Tablett mit Getränken und einen Autor, der zufällig in der Stadt weilt (Autoren reisen ständig…), kassiere zehn Euro an der Rezeption, und fertig ist, ohne jeden Aufwand, ein unterhaltsames einstündiges Abendprogramm.

Der Autor bekommt die Nacht gratis und verkauft ein paar Bücher. Wär das nix?

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Ceterum censeo

Freitag, Dezember 4th, 2009

ceterum censeo.copy

dass einem - wie Leander Wattig gepostet hat- die Beinamen, die Blogger-Kritiker gefunden haben, zu denken geben sollten: Parasiten seien sie, Content Kleptomanen, Vampire, verabscheuungswürdige Copyright-schlingende Würmer und Diebe. Warum die Aufregung?

Die Zeitungsverleger suchen nach Sündenböcken, weil sie immer mehr Abonnenten verlieren. Natürlich haben sie Google als Content-Fressmaschine ausgemacht, aber eben auch uns Blogger. Nun sehe ich mich nicht als recherchierende Journalistin, sondern als Sammlerin von wissenswerten Nachrichten, die ich ordnungsgemäß verlinke. Also als eine Art Multiplikator. Der den Herstellern von Content eigentlich genehm sein müsste, schafft er doch Leser zu ihrem Thema heran. Tatsächlich kreativ und urheberrelevant ist nur ein Teil meines Blogs (die Cartoon-Collagen, die Glossen, etc) – hier freue ich mich meinerseits um Verlinkung. Schlichtes Copy-und Paste ist allerdings was anderes.

Im Übrigen – dieser Einwand kam von Danny Sullivan und Arianna Huffington – sind auch die journalistischen Artikel der Zeitungen häufig genau dies: kommentierte Sammlungen von anderswo (Nachrichtenagenturen) veröffentlichten Inhalten.Neu geordnet, frisch formuliert und dadurch mit Mehrwert versehen.

…………………………………..

Hier zum Ursprungsartikel. Da zu Leander Wattig.

 

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Ceterum censeo

Freitag, November 27th, 2009

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… das es eben doch nicht alles gibt, was wünschenswert wäre. Auf der Buchmesse, zum Beispiel, habe ich ein kostenfreies Dummies-Booklet mitgenommen. Diese gelb-schwarzen Büchlein kennt jeder. Wie wäre es eigentlich, wenn sich einmal ein Verlag oder Druckhaus fände, das eine solche Marke aufbaute? Nur für Leseproben?

Es gibt schon so einige Dinge im Netz (Leseproben-Spezial-Seiten), die ich aber gerade nicht auffinde, leider. Außer Google  Search Inside, meine ich. Aber längst nicht jeder mag sich im Netz über Bücher informieren…

Aber bei Büchern ist man ja gerne traditionell, blättert lieber, steckt’s gerne ein für einen geeigneteren Zeitpunkt. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich nähme so etwas gerne mit im Buchladen meines Vertrauens, auf den Messen. Und dann, wenn der erste Eindruck von Stil und Schreibe positiv wäre, kaufte ich das Buch. Sicher nicht immer, aber immer öfter…

Tags: Lesen
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Ceterum censeo

Freitag, November 20th, 2009

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dass die kleinen Buchläden um die Ecke sich was Neues einfallen lassen müssen, wenn sie ihre Zukunft sichern wollen. Einen Vorteil hat die Real World ja gegenüber dem Netz: Man kann Küsse austauschen.

In einem der Diogenes Magazine, die ich auf der letzten Messe eingesteckt habe, fand ich die Notiz, dass Frauen Männer, die lesen, attraktiv finden – der Lesende rangiert noch vor dem Reichen, dem mit dem Waschbrettbauch, dem mit dem wunderbaren Humor, dem mit dem Siegelring am Finger, usw. Könnte man nicht was draus machen? Der Buchladen als Dating Spot für Singles …mit lauschigen Ecken, Espressomaschine und Gutscheinen für die nahegelegene Bar, in der die gegenseitige Sympathie weiter ausgetestet werden kann? Mit schwarzem Brett für kryptische Nachrichten? Mit Fotos von glücklichen Paaren, die sich im Dating-Book-Store kennengelernt haben, an den Wänden? Mit Ansteckern mit dem Namen des Lieblingsautors, damit man unaufdringlich miteinander ins Gespräch kommen kann? Für alle Altersgruppen? Boys & girls? Mamas und Papas? Silverhairs und others?

Bücher verbinden – oder etwa nicht? Sollte man doch mal ernsthaft drüber nachdenken…

Tags: Buchmarkt
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Ceterum censeo

Freitag, November 13th, 2009

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dass uns das e-book natürlich schon beschäftigt. Einerseits, andrerseits. Einer Fraktion macht es Angst wie alles Neue, und die Erfahrungen des Musikgeschäfts machen ja auch Frösteln. Andrerseits: Neues macht auch neugierig – was, wenn wir Autoren die Verlage, die uns oft so lässig behandeln, nicht mehr bräuchten? Aber welche Instanz kontrollierte dann die Qualität? Etwa der Leser? Der arme Hund…

Was wäre wenn? Ja, wenn der Leser (vulgo: User) sich die e-books billig reinzöge, hundert läse und verwürfe, aber das Hundertundeinste so gut fände, dass er es gedruckt im Regal stehen haben wollte? Ja, dann könnte er es sich on demand ausdrucken lassen, womöglich mit einem Cover, das ihm selbst gefiele, und besitzen. So mit Haut und Haar, so richtig,  mit Deckel und Bindung und auf schönem Papier.

Dann würde das Buch wieder das, was es einmal war, am Anfang der Neuzeit: ein Schatz. Und der Autor bekäme dann natürlich 80% des Preises (der Verlag, der Vertrieb, der Sortimenter fielen ja weg), der Rest wäre für die Herstellung. Und noch: Das wäre mal ein Beitrag zum Klimaschutz!

……

Alle wichtigen Lesegeräte auf einen Blick.

Tags: Medienwandel
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Ceterum censeo

Freitag, November 6th, 2009

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dass es auch anders geht: Optimismus statt Zagheit und Zusammenschluss statt Einzelkampf. Zu lange haben die kleinen Buchhandlungen wie die Kaninchen auf die Schlangen gestarrt. Auf die Kreuzotter Hugendubel und die Klapperschlange Thalia. Jetzt gehen sie endlich in die Offensive, die Fünf. Eine Qualitätsoffensive nennen sie es und besonders bemerkenswert fand ich folgenden Satz: “Wir fünf kämpfen nicht gegen die Riesenbuchhandlungen, sondern für uns selber und für die Autoren und unsere Leser.” Aber hallo! Endlich mal jemand, der sich für seine Autoren engagieren will! Der noch Verlagsvertretern zuhören will. Und über Bücher diskutieren will, ja, sogar ein eigenes Magazin herausgeben will. Man darf gespannt sein. Ich freue mich darüber – auch die Old School hat ihren Charme. Den Damen und Herren aus Hamburg, Köln, Berlin, Freiburg und München einen schönen Gruß!

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Ceterum Censeo

Freitag, Oktober 30th, 2009

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dass man kostenlose Leseproben im Internet/smartphone vielleicht doch ganz schön ernst nehmen sollte. Wer bisher geglaubt hat, dass diese nichts bringen, dem sei eine kurze Notiz anempfohlen, die hier nachzulesen ist. Liebesromane, eh? Was ist mit Krimi, mit Erotik? Mal auf dem iphone checken, was so abgerufen wird. Ist interessant, versprochen.

Also auf geht’s: Ein fruchtiges Stückelchen ausschneiden und ab auf die website damit. Kann jedenfalls nicht schaden…aber nur nicht zu lang, versteht sich. Heißt es doch, jedenfalls in Schwaben: Was nix kost, ist nix wert.

Tags: Lesen, Schreiben, Selbstmarketing
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