Ceterum censeo

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…dass die Verlage-versus-Autoren-Debatte immer Brisanz hat. Aber eines ärgert mich manchmal, wenn in Autorenzirkeln verlegen nach den Bod-Möglichkeiten gefragt wird. Dann nämlich warnen die etablierten Autoren ( also diejenigen, die einen Verlag gefunden haben) aus ihrer luftigen und verlegten Höhe vor dem Ansehensverlust, den eine Selbstveröffentlichung mit sich bringe. In diversen Netzwerken werden Selbstverleger gar streng des Platzes verwiesen…

Verlage haben Macht, indem sie die Produktionsmittel besitzen. Sie wählen aus, was sie veröffentlichen. Und natürlich veröffentlichen sie nur, was Profit verspricht, denn sie sind Unternehmen, die sich am Markt behaupten müssen. So weit ist alles in Ordnung. Wer aber glaubt, kommerzielles Potenzial sei mit Qualität gleichzusetzen, der irrt. Wenn ein Autor sein eigener Unternehmer wird, sich bei Bod (oder anderen Digitaldruckereien) die Produktionsmittel vorübergehend leiht und selbst ein Buch produziert, so ist das mutig. Über die Qualität sagt aber auch das nichts aus. Da kann es bei beiden Wegen so oder so stehen…

…kurz und gut: Der Selbstverleger ist nicht zu beneiden, sollte sich aber auch nicht verstecken müssen. Und keinesfalls auf ein Lektorat verzichten. Auch das kann hinzugekauft werden.

PS Bei Tschibo gibts jetzt auch Bod – für 34,90!

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