Die Filmkritik: Ein Wildpferd namens Mustang

Pünktlich zum Frauentag gestern habe ich den türkisch-französisch-deutschen Film

Mustang

Mụs·tang
Substantiv [der]
  1. Bezeichnung für ein Präriepferd in Nordamerika.

gesehen. Große Empfehlung! Die Story kann jeder schnell hier nachlesen und dazu den Trailer unten gucken. Von mir nur so viel: Ein Frauenfilm aus der Gegenwart. Eine gut situierte (wenn auch nicht wohlhabende) Familie, gut verankert in der Dorfgemeinschaft, nicht ganz und gar rückständig, sondern höchst normal teilhabend an den Annehmlichkeiten der modernen Welt (TV-Fussball, Kleidung, Wäsche, Kosmetik). Und dazu ein absoluter Patriarch und Haustyrann. Und sechs Frauen (von der Großmutter bis zur Jüngsten), denen ein selbstbestimmtes Leben verwehrt wird. Nicht ohne Komik, das Ganze! Und natürlich auch zum Weinen…

Hingehen, angucken. Die Türkei ist nicht weit, für Europa (zumindest derzeit) zentral wichtig und ein EU-Beitragskandidat (?). Und: Wandel ist möglich! Das zeigt das Ende… aber man muss schon wild wie ein Pferdchen sein, um die Rebellion zu schaffen.

Fazit: Es gibt nichts Gutes – außer man tut es. In anderen Worten: Nicht verhilft dem Bösen so sehr zum Sieg wie das Schweigen der Guten.

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