Sichtbarkeit im Netz und anderswo

Zu einer Blogparade zum Thema „Frauen und Sichtbarkeit“ hat Gabriele Luegger aufgerufen. Ganz gewiss: Das ist immer wieder eine Überlegung wert. In einer prall gefüllen (Netz-)Welt ist es schwer, Aufmerksamkeit zu erreichen – die Konkurrenz ist einfach zu riesig. Wenn aber niemand von unserer Person und unserem Angebot weiß, wie kann es dann nachgefragt werden?

Wir wollen mal ein paar Gedanken zusammenfassen, die sicher nicht neu sind, auf die aber immer wieder ein neues Licht geworfen werden kann.

Warum sollte uns überhaupt jemand sehen wollen?

Es gibt interessante feministische Ansätze zum Thema sehen und gesehen werden. In der Regel, so die These, sehen Männer (hin). Frauen hingegen werden betrachtet. Und zwar meistens von außen: Haare, Figur, Augen, Kleidung, Fruchtbarkeitspotenzial.

männeraugen

Müsste man sich nicht zuerst fragen, wer  einen sehen soll?

Eher Männer? Oder eher Frauen? Wenn wir von Männern gesehen werden wollen, so sollten wir also in jedem Fall auf das Äußere abzielen. Begehrenswert auszusehen, sichert uns den ersten (männlichen) Blick. Es hat also durchaus nichts mit Eitelkeit zu tun, wenn wir uns über unser Foto im Netz und unsere Gesamterscheinung  im Real Life Gedanken machen.

Was interessiert Frauen an unserer Person?

Falls unser Angebot mehr auf Frauen zugeschnitten ist, sollten wir uns Gedanken darüber machen, wo Frauen ihre Blicke hin richten. Der weibliche Blick sucht etwas, so die These, er interessiert sich eher nicht zufällig. Frauen haben Probleme und suchen nach deren Lösung. Gibt es also ein Problem, das wir lösen können? Können wir ihm einen Auf-den-ersten-Blick-Ausdruck verleihen? Wenn ja, dann können wir den weiblichen Blick einfangen.

frauenaugen

Und was ist mit Kindern?

Kinder sind im Prinzip neugierig. Wenn wir Kinder ansprechen wollen, so sollten wir eine kleine Überraschung parat haben… leichter gesagt als getan, klar.

Der erste Blickkontakt wäre geschafft. Und wie blicken wir zurück?

Erst der zweite Blick bringt uns in ein Gespräch. Um den zu erhalten, muss man erst einmal zurückgeblickt haben. Männerblicke also erwidert man mit Freundlichkeit und Kompetenz. Frauenblicke mit Offenheit und Unbedrohlichkeit. Beide Gruppen schätzen, das vermute ich jetzt mal, Unkompliziertheit. Wen man das suggerieren kann, ist die Bereitschaft zum zweiten Blick hoch. Und den brauchen wir, wenn eine Kommunikation in Gang kommen soll.

Und wie kommt es zum zweiten Blickkontakt?

Gut wäre es vermutlich, schon jetzt etwas zu fragen. Eine Frage verlangt eine Antwort, und schon wären wir in eine Kommunikation eingebunden, die mit etwas Geschick auch weitergeführt werden wird. Es gibt sicher auch andere Lösungen, die ihrerseits eine Reaktion herausfordern: ein Angebot (das man annehmen oder ablehnen muss), eine Emotion (zu der man sich verhalten muss), ein Geschenk (das den Beschenkten zumindest zum Dankeschön verpflichtet), usw.

Und was empfiehlt Gabriele Luegger? Ihre Tipps zur Sichtbarkeitssteigerung finden sich

hier.

Diese Überlegungen hätte ich gerne mit gezeichneten Augenpaaren geschmückt. Weil ich das aber nicht kann, führe ich hier zumindest zu einem

Augen-Zeichnen-Tutorial.

>Und weil Augen, die kurz- oder weitsichtig sind, nicht scharf sehen können, brauchen sie eine Brille. Bitte hier nachsehen und, falls in mildtätiger Stimmung, spenden!

 

 

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