Ceterum censeo
Freitag, März 12th, 2010
dass da viel Musik drin ist, im neuen E-Book-Markt. Alles, auch das herrschende Tohuwabohu, ist nachzulesen in diesem Börsenblattartikel. Ich jedenfalls meine:
1. E-Books müssen billiger sein als Printbooks. Alles andere sähe der Leser nicht ein, wäre auch nicht vermittelbar.
2. E-Books sind Bücher, nur in anderer Form. Warum sollten sie also nicht die gleiche Besteuerung erfahren?
3. Autoren sind für ihre Arbeit extrem schlecht bezahlt (man errechne nur mal die Stundenlöhne). Das ist so, weil der Markt so ist. Das E-Book aber könnte diese Problematik mildern. E-Book-Konvertierung kostet den Verlag kaum etwas - er hätte also hier die Gelegenheit, von sich aus etwas gegen diese Ungerechtigkeit zu tun. Und für seine Autoren einzustehen. (Dieses Argument gilt natürlich nur für Verlage, die sich nicht als reine Profitcenters verstehen…)
4. 25% vom E-Book-Erlös für den Autor - das halte ich für einen schlechten Witz, für viel zu wenig.
5. E-Book-Rechte sind womöglich tatsächlich keine Nebenrechte, sondern ein zweites Hauptrecht.
6. Autoren sollten jetzt noch nichts Bindendes unterschreiben, sondern sich den Weg zur Nachverhandlung offenlassen.
7. Der Markt - besonders der der Formate und Endgeräte - wird sich sortieren. Alles beobachten! Wer zu spät kommt, den bestraft … siehe Zitate, Gorbatschow.
Keine Lust mehr auf Verlagsabsagen? Dann halt als E-Book veröffentlichen? Oder lieber als App aufs iPhone? Alles möglich. Für 99 Euronen sind Sie dabei. Wie? Na, über die
sind wichtiger als man denkt, besonders, wenn man plant, ein Buch - E-Book oder Echtbook - selbst herauszugeben. Ein wertvoller Helferich ist, so habe ich nachgelesen in Stefan Nix’ens Blog, das Handbuch “
Kauft ein Leser ein gedrucktes Buch von einem Autor, von dem er ein kostenloses E-Book gelesen hat, weil er ihn a) dadurch erst kennengelernt hat und b) einen guten Eindruck von ihm bekommen hat?
Leider keine Erfahrung, ob diese Vorlage von
Ich glaube ja an die Zukunft der digitalen Magazine, wenn endlich ein adäquates Lesegerät auf dem Markt ist. Eigentlich eignen sich Blätter mit Kurztexten fürs Virtuelle besser als Bücher. Und wie froh wären wir alle, wenn wir nicht so viel Geld für diese kurzlebigen Tageserheller ausgeben müssen, die ausgelesenen Magazine nicht zum Altpapiercontainer schleppen müssten, die mahnenden Blicke der ungelesenen Weiterbildungsmagazine einfach löschen könnten … ein wenig mehr dazu im