Unser Blog des Monats: Die Notaufnahmeschwester

unser Blog des Monats: die Notaufnahmeschwester Klick um zu TweetenWir stellen hier jeden Monat ein Blog vor, das wir ganz besonders mögen: das waren schon Yelling Mime (ein Blog für Introvertierte), Texterella (ein Blog für Mode und Leben), das Blog Zur Sache Sätzchen (ein Blog für sprachliche Rafinessen), Pixart Printing (ein kommerzielles Blog zu einem Print-Angebot im Netz), nathlieb (ein Blog für Kreative) und Hallimasch & Mollymauk (ein Blog für Tierfreunde und Tierfreundinnen).

Und nun gehts an die Kranken und Verletzten! Hier kommt das Blog der

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Notaufnahmeschwester.

In einer coolen und gleichzeitig empathischen Tonart erzählt hier unnachahmlich jemand vom Fach, der aus guten Gründen ungenannt werden will, aus der täglichen Praxis einer Notaufnahmestation im Krankenhaus. Es ist nicht so, dass wir nicht wüssten, was dort so anliegt. Aber niemals wissen wir, was diejenigen, die uns zu Hilfe eilen, wirklich denken. Die Notaufnahmeschwester ziert sich nicht; sie lässt uns Laien (und womöglich: uns Patienten) teilhaben. Das ist nicht nur interessant, sondern auch lehrreich. Und amüsant! Ja, tatsächlich, das vor allem!

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Wir haben Sie interviewt:

Liebe Notaufnahmeschwester, wer sind Sie?

Ich bin Krankenschwester, freiberufliche Journalistin und 47 Jahre (ich musste kurz stutzen: Die Zahl sieht wahnsinnig erwachsen aus). Ich bin verheiratet, Mutter von drei Söhnen (11,12,15), habe ein Katze, eine große Liebe zu Suppen, (Hör-)Büchern und ein Faible für Jugendsprache.

In Ihrem Blog geht es um …

… Freud und Leid in der Notaufnahme. Über skurrile, lustige und traurige Geschichten bis hin zur „Innenansicht“ des Personals. Sagen wir mal so: Der Stoff für die Geschichten wird mir so schnell nicht ausgehen. Immer wenn man denkt: Alles schon gesehen­ – kommt tatsächlich etwas Neues, überraschend anderes, noch nie Dagewesenes um die Ecke.

 

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Manchmal sind auch die Socken der Notaufnahmeschwester etwas Überraschendes: Sie trägt nämlich gerne zwei verschiedene…

Ihre Blogartikel und Blogbeiträge richten sich an ……

… Menschen, die gerne Geschichten aus dem Leben lesen. Die sich interessieren, was hinter „unseren“ Türen geschieht. An Menschen, die gerne lachen und sich berühren lassen wollen.

Gibt es einen Artikel, auf den Sie besonders stolz sind und den Sie uns jetzt sofort ans Herz legen wollen?

Ich kann mich an jeden einzelnen Augenblick erinnern, wann und wieso ich sie schrieb. Als erfolgreich – im Sinne der Statistik – ist ein Blogartikel über das Sterben , eine kleine Listung, was man über eine Notaufnahme wissen sollte , sowie ein Artikel mit der Frage: Was ist überhaupt ein „Notfall?

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Welches ist im Augenblick Ihr Lieblingsprojekt?

Ich denke amüsiert über eine Art Playlist mit Liedern – passend zur Notaufnahme – nach. Im Geiste bebildere ich meine Beiträge mit selbstgezeichneten Comics. Das würde ich gerne lernen.

Und was machen Sie, wenn Sie nicht bloggen?

Im Sommer findet man mich im Schwimmbad, wo ich – dank meines wasserdichten mp3 Players – unfassbar viele Bahnen schwimme. Als freiberufliche Journalistin schreibe ich Artikel, derweil die Kinder dabei „Transformers“ schauen ( ich habe kein Arbeitszimmer). Ich treffe mich mit Freunden, was durch den Schichtdienst immer ein bisschen schwierig ist.

Zwischendurch folge ich den Worte Astrid Lindgrens: „Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.“ Da chille ich dann meine Base – wie es meine Kinder ausdrücken würden. Aber gründlich. Und ein Mittagsnickerchen macht den Tag perfekt. Immer!

Auch im Dienst kann man manchmal in stillen Augenblicken etwas anderes tun: Stadt-Land-Fluss spielen, aber mit ganz besonderen Rubriken...

Auch im Dienst kann man manchmal in stillen Augenblicken etwas anderes tun: Stadt-Land-Fluss spielen, aber mit ganz besonderen Rubriken…

Gibt es ein Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Tagtäglich. Unterschiedliche Patienten, viele Wege, dem Patienten zu helfen, aber nur eine Lösung passt perfekt für das Problem. Die gilt es zu finden. Manche Problem (Patientenansturm, Krankenhauspolitik, Personalknappheit) allerdings kann ich auf die Schnelle nicht lösen. Da muss man lernen, irgendwie damit umzugehen – im besten Falle ohne sich die Laune verderben zu lassen.

Zu Hause geht es weiter. Im Moment bin die „Heldin“ und Problemlöserin beim Miterstellen von Referaten und Präsentationen. Und dann bricht die Katze aufs Bett….

Wie finden wir Sie im Netz? Und im Real Life ?

Ich bin als Notaufnahmeschwester sowohl bei Facebook als auch bei Twitter zu finden. Und natürlich auch auf dem Blog. Im Real Life treffen wir uns in der Notaufnahme „FacetoFace“. Oder lieber besser doch nicht… 😉

Wir schreiben ja Briefe und Postkarten, die unsere Abonnenten und Abonnentinnen geschenkt bekommen oder sich selber schenken. Was haben Sie zuletzt einen privaten Brief geschrieben? Wissen Sie das noch?

Ich schreibe öfters Postkarten an eine sehr alte und immer gebrechlicher werdende Patientin, die ich schon seit Jahren kenne und der ich sehr verbunden bin. Leider sehen wir uns derzeit nur selten. Ich weiß, dass sie sich darüber freut. Manchmal schreibt sie mir zurück. Das macht mich glücklich.

Wir hatten Fragen an Sie. Haben Sie auch welche an uns?

Ich freue mich über die Anfrage zu diesem Interview, weil ich dadurch dieses Blog kennengelernt habe. Soviel zu lesen, soviel interessantes, so schöne Interviews. So etwas ist immer auch ein Quell der Inspiration. Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit zum Lesen und Staunen. Danke für die Einladung.

Wir danken auch! Und bleiben weiterhin treue Leser!

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>Nicht Stand-Land-Fluss spielen, sondern Briefe lesen? Von Ella, Ihrer alten Freundin?

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