Unsere Anthologie des Monats September: Mondäne Morde

Wir haben uns vorgenommen, jeden Monat eine Anthologie zu empfehlen – Bücher, die Kurzgeschichten verschiedener Autorinnen und Autoren enthalten sind zwar beliebt, aber eben auch schnell wieder von der Bildfläche verschwunden. An dieser Stelle besprochen haben wir bereits Diagnose Mord (Mord & Medizin) im buchvolkverlag, Fremdsein (Zuwanderung und Flucht) im Eigenverlag, Suche Trödel, finde Leiche (Krimi & Dachboden) im KBV-Verlag und Der Zwölfelf  (sanfter Grusel) im Eigenverlag des Autorenexpress besprochen.

Heute nun geht es um ein wunderschön aufgemachtes – das griffige Papier! Der Seitenschnitt! Der Druck! – Taschenbuch aus dem secolo-Verlag, das 2012 von Sabine Reims und Monika Buttler herausgegeben wurde:

Mondäne Morde

Das Leben und die Romane des bedeutenden Schriftstellers Erich Maria Remarque sind das verbindende Element dieser raffiniert glamourösen Kurzkrimis. Die Autorinnen sind renommierte Kriminalschriftstellerinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein Teil des Erlöses des Buchverkaufs wird der Gesellschaft zur Förderung der Remarque-Villa Casa Monte Tabor e.V. gespendet. Diese hat es sich zum Ziel gesetzt, die zum Verkauf stehende Remarque-Villa im Tessin zu erwerben und als internationales Kulturzentrum zu etablieren. Mondäne Morde wird so zu einer Hommage für den Weltbürger und Friedensbotschafter Remarque.

So steht es im Augenblick um die Villa-Tabor-Initiative: Abwarten!

Das sagt ein Amazon-Leser dazu:
Insgesamt 23 Kurzgeschichten bieten einen besonderen Reiz; sie sind nicht nur spannend, sondern spielen auch an den schönsten Orten dieser Welt. Es fällt dem Leser nicht schwer, sich durch die bildlichen Schreibweisen der Autorinnen direkt in die Szenerie zu versetzen. So stand ich beim Lesen nicht nur an einer Formel-1 Rennstrecke in Monza oder bei Sonnenaufgang an den Wasserstraßen Venedigs, sondern auch in einem Berliner Tierkrematorium, mit seinen gekachelten Wänden und dem Neonröhrenlicht auf dem Flur. Jede Geschichte hat ihren eigenen Charme, ihr eigenes Leben. Keine gleicht der anderen, so dass das Buch irgendwann langweilig werden könnte. Schon deshalb hat sich der Kauf für mich absolut gelohnt.

Der auf dem Buchcover angedeutete Bezug der Geschichten zu Erich Maria Remarque kommt in manchen Geschichten mehr, in anderen weniger zum Tragen. Seine hauptsächlich bekannte Antikriegshaltung wird dabei nicht thematisiert, sondern sein weniger bekannter Lebensstil als ein Mann, der exzessiv liebt, exzessiv trinkt – einfach exzessiv lebt! Eine Haltung, die nicht selten tragisch endet und von daher als Vorlage für die kriminellen Kurzgeschichten besten geeignet!

Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der auf der Suche nach einem spannenden Unterhaltungsbuch ist. Es ist durch seine 23 Kurzgeschichten weder zu lang, noch zu komplex. Es hat den passenden Umfang, um sich nach einem anstrengenden Tag für eine Viertelstunde an einen anderen Ort entführen zu lassen und dort das mörderische Treiben zu beobachten.

Mondäne Morde überall, auch in Arosa.

Winterurlaube mit Skisport waren damals noch etwas Exotisches

Der junge Remarque leistet sich in den Dreißigern einen Arosa-Aufenthalt, weil er durch seinen erfolgreichen Roman zu Geld gekommen ist. Von der Höhenluft berauscht tritt er eines Nachts auf den Hotelbalkon und …aber hören Sie selbst den Text, gelesen von Nessa Altura:

 

Lust auf alte Arosa Plakate? Hier sind eine Menge!

>Hurra! Wir machen endlich Urlaub!

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