So war es auf der Criminale in Marburg

Criminalen-Time ist ja immer Prime Time – laut, quirlig, anstrengend und ergiebig. So auch dieses Mal. Marburg, eine hochromantische Stadt in Hessen mit viel junger (Studenten-)Bevölkerung, ist wahrhaftig eine Reise wert.

Marburg

Steil, treppig, aber voller hübscher Lokale und Lädchen. Das findet man ja kaum mehr irgendwo: individuelle Ladengeschäfte, die keine Filialbetriebe irgendwelcher Ketten sind. Marburg hat sie. Gottlob.

Marburg

Auf dem Marktplatz versuchten nicht wenige der ca. 250 KrimischriftstellerInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz den Marburgern nahe zu bringen, wer hier eigentlich an diesem Wochenende tagte:

Das Syndikat.

Jürgen

Einer der prominentesten Vertreter ist hier zu sehen in guter alter Mafia-Manier: Jürgen Alberts, einer der Mitbegründer der Vereinigung, die zur Förderung des deutschsprachigen Kriminalromans beitragen will.

Am heikelsten ist es immer, eine Form zu finden, die alle Einzeltäter (von denen sich wahrlich nicht alle kennen) in einer publikumswirksamen Aktion zusammenzubringen. Diesmal war es der

Flashmob

Nicht allen war klar, worum es sich dabei handelt. Wissen Sie es? Alles oder nichts …oder was?

Flashmob

Egal, wir haben es getan. Und weil mein (Nessas) Vorschlag durchkam, freue ich mich jetzt – neben ars-vivendi-Autor Horst Prosch – über ein Bücherpaket mit den Titel der Preisträger. Vorne die unvergleichliche Criminalen-Herstellerin Angela Eßer in ihrer Funktion als Mob-Dirigentin. Irgendwo dazwischen ein Redner oder eine Rednerin, die Gesetzestexte rezitierten (so manche Anregung für neue Vergehen war da für den lauschenden Krimiautor, die lauschende Krimiautorin dabei), die alle mit folgendem Satz endeten:

„Wir sind unschuldig“

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Diese beiden jungen Marburgerinnen (?) sind tatsächlich völlig unschuldig an dem Ganzen, weil sie noch keine Krimiautorinnen sind, könnten es aber durchaus noch werden… Auch das Syndikat braucht Nachwuchs!

Mehr zum Flashmob gibt es hier.

Es folgten jede Menge Workshops, Seminare und Weiterbildungen. Es gibt immer etwas zu lernen! Und natürlich gab es auch etliche

Lesungen.

Ich war in der Stadtbücherei, wo einige der Glauser-Preis-Nominierten aus ihren Werken lasen. Hochspannend und: voilà, es gewann am Ende die Person den Debut-Glauser-Preis, auf die ich getippt hatte.

Lesung

Zu sehen sind hier von links nach rechts: Benjamin Cors, Clara Weiss, Horst Prosch, die Moderatorin, Iris Leister und Andreas Gruber. (Links bitte selbst ergooglen.)

Natürlich gab es dann die Gala, auf der die Preise verliehen wurden. Musikalisch umrahmt wurden die Text-und-Bild Präsentationen von einer jungen begabten Musikerin, die ich sofort in meine Meerjungfrauen-Sammlung aufnehmen wollte (beachten Sie bitte das sensationelle Gewand!):

Kathi Monta

Monta

Die Gala

Und nun zur Gala im Kino: Man saß bequem und entspannt, ließ Revue passieren, was man alles so erfahren und gelernt hatte, folgte des KBV-Verlegers Ralf Kramp gekonnter Moderation und freute sich mit den Laudatoren über die Preisträger, die hier nachzulesen sind. Allen meinen

herzlichen Glückwunsch!

Kehrer

Ganz besonders geht er natürlich an den Ehrenglauser-Preisträger Jürgen Kehrer, der das ähnlich hübsche Studentenstädtchen Münster (und was ist mit Marburg???)  mit seinem Wilsberg berühmt gemacht hat! Während anschließend gewaltig gefestet wurde, schliefen die unschuldigen Marburger und Marburgerinnen natürlich tief und fest:

Jugend

Und wie gehts weiter?

Man wird sehen. Vermutlich in Graz, das meine liebe Blog-Kollegin Susanne vom Blog texterella hier so unvergleichlich beschrieben* hat. Graz, wir freuen uns auf dich! Und Susi, wir danken dir!

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*Unvergleichlich beschrieben hat sie übrigens nicht nur Graz, sondern auch einmal mich. Überhaupt ist ihre Serie von Frauen über 40,50,60,etc. äußerst lesenswert, immer wieder montags.

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