Geschenke machen.
Seit Adam und Eva üblich (Sie erinnern sich an den Apfel?). Aber weshalb eigentlich? Eines vorab: Anlässe gibt es viele – Geburtstag, Weihnachten, Jubiläum, Abschied, Einzug, Abitur, Taufe, Kommunion und Konfirmation, etc. Etc.

Aber was sind die Gründe für das Ritual des Schenkens? Ganz sicher: Eine Beziehung soll gefestigt werden. So:

Oder so:

Auf welche Weise? Der Beschenkte soll sich freuen. Deshalb muss das Geschenk zu ihm passen. Und: Er soll sich überraschen lassen.

Der Schenkende will zeigen, dass er sich Gedanken gemacht hat. Geld ausgegeben hat. Etwas Individuelles gefunden hat. Großzügig ist. Und intelligent. Kurz: Er will gut dastehen mit seinem Geschenk. Das Geschenk weist auf ihn: Seht her, so bin ich.

Auch der Beschenkte weiß: So sieht mich der Schenkende. So viel – Geld, Überlegung, Fantasie, Arbeit – bin ich ihm wert. Geschenke-Tausch ist wie zwei Spiegel, die sich anblicken. Und jeder will schön sein.

Nie vergessen: Der Schenkende wünscht sich eine Reaktion. Ein Geschenk ist immer auch eine Einladung zur Kommunikation. Die man nutzen sollte. Wenn nicht, bedeutet das, dass man das dargebrachte Geschenk nicht würdigt. Und dann wird auch die Beziehung früher oder später scheitern.

Warum etwas so Ausgefallenes schenken? Darum: Weil Sie selbst etwas Besonderes sind. Und der Empfänger ebenfalls. Normal kann jeder.
PS::Sinn und Wert von Geschenken kann auch aufgelöst werden: „Unvergessen das Weihnachten, als Paps und Tante Berta sich je einen Umschlag mit 100 Mark überreichten.“ [Gefunden bei Twitter]
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