Wie Geschichten entstehen? Eine Erfahrung wird gemacht. Ein Gefühl gefühlt. Ein Ideenkeim fliegt durch die Luft. Sprache versucht, Worte dafür zu wählen. Ein Format dafür zu finden. Buchstaben, ein Anfang, eine Mitte, ein Ende. Et voilá – etwas ist da, was es vorher nicht gab. Eine Story. Kraft menschlicher Imagnination. Und Durchsetzungskraft.

In Amerika erscheinen kurze Geschichten in Magazinen und werden teuer bezahlt. In Deutschland nicht. In den angelsächsischen Ländern verlegen Verleger Bücher mit kurzen Geschichten. In Deutschland verlegen Verleger Romane. In dicken Büchern. Das sind lange Geschichten, manchmal sehr lange.

Oben sehen Sie die deutsche Tradition. Und unten die angelsächsische. In diesem Gebäude zum Beispiel wird das berühmte Stadtmagazin,
gedruckt. Darin haben viele große US Schriftsteller und Schriftstellerinnen Kurzgeschichten veröffentlicht.

Kurze Geschichten gibt es auch bei uns. Sie erscheinen in eher simpel gemachten Anthologien, das sind Sammelbände von Geschichten unterschiedlicher Autoren. Das ist gut, kann sich der Leser doch mit einem ihm noch unbekannten Erzähler anfreunden. (Um dann einen Roman von ihm zu lesen. Siehe oben.)

Anthologien verkaufen sich. Besonders zu Weihnachten. Zu anderen Zeiten weniger. Ist das Buch ausverkauft, ist die die Geschichte darin gestorben. Beerdigt oder verramscht. Eine kurze Geschichte hat eben ein kurzes Leben, nicht wahr?

Nicht wahr, wenn es nach uns geht!
Kurze Geschichten sind große Kunst, raffiniert reduziert. Schön. Brauchen Zukunft. Darum verlegen,verpacken und versenden wir sie mit soviel Begeisterung.
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