Fridays for Future: Was hat sich 2019 geändert?

Vor ungefähr einem halben Jahr habe ich beschlossen, mich mehr mit der Frage des Klimawandels zu befassen und in loser Folge Artikel darüber zu schreiben. Es ist klar, dass echten Verhaltensveränderungen die Vorbereitung im Kopf vorangehen muss.

Bisher haben wir über Sedum-Busstops geschrieben, über Extra-Fahrspuren gesprochen und über eine Helikopter Taskforce gegen Waldbrände, gerne auch europäisch organisiert. Die jetzt auftretenden Waldbrände am Amazonas lassen uns noch raumgreifender über Brandschutz international nachdenken. Und danach gab es Überlegungen zur Bienen-Pflege und zu Suchmaschinen. Und Flaschen.
Und Klamotten. Und Tempolimits. Und einen der vielen notwendigen Plexits, Und zu dem lästigen Einschweißen der Plastikpost sowie zur einfachen Praxis des Mitfahrerbänkchens oder die Pflege des Erdbodens, und die Lebensmittel und die saubere Luft in unseren Städten, in Bezug auf Luftfilter und Stadtgrün sowie grüne Logistik.
Die Frage ist aufgetaucht, wer sich da eigentlich so gegen die Klimaprognosen sperrt. Und was man gegen das Insektensterben tun kann. Und was wir in dieser Sache im Jahr 2019 erreicht haben. Wir haben uns damit beschäftigt, was die Schiffahrt – Fracht und Personenschifffahrt – tun könnte und müsste und wie man Flüge, wenn schon nicht vermeiden, so doch kompensieren kann und was das Klima für unsere Gesundheit bedeuten könnte. Danach haben wir einen Gastbeitag zum Thema Divestment und zur Windkraft und zum Leben im Digitalen und zu Chancen für die Wirtschaft gepostet.

Was nun hat sich für mich geändert?

  • ich fahre ein eAuto. Damit fühle ich mich weniger schuldig, wenn ich mich mit dem Auto in Städten bewege, in denen ein Luftreinhaltungsproblem besteht
  • ich habe alle deutschen Städte, die einigermaßen bequem mit dem Zug zu erreichen sind, mit dem Zug erreicht und das Auto stehen lassen
  • ich habe keine Flüge gemacht, mit Ausnahmen derjenigen, die – aus beruflichen oder familiären Gründen – unumgänglich waren
  • meinen Urlaub bestreite ich seit drei Jahrzehnten auf dem Fahrrad (da musste ich mich also nicht umstellen)
  • ich habe immer einen kleinen wiederverwendbaren Plastikbeutel in der Handtasche und lehne Taschen und Tüten konsequent ab, wenn irgend möglich
  • ich habe mich verpflichtet, nicht mehr als 4 neue Klamottenteile pro Monat zu erwerben – das ist nicht immer gelungen und mir auch schwergefallen, wenn man so Kleinteile wie Mützen und Strümpfe und Unterwäsche dazu zählt
  • ich kaufe – wenn ich einkaufe, was sehr selten vorkommt – bewusst bio und regional
  • ich esse sehr viel weniger Fleisch (ausgenommen die Festtage jetzt)
  • ich verzichte sehr häufig auf die von mir (als Fränkin) sehr geliebte Wurst zum Frühstück
  • ich verwende die Suchmaschine ecosia
  • ich studiere Herkunft und Verwertungshinweise von Plastikflaschen, wenn ich im Begriff bin, welche zu kaufen
  • ich kaufe nur sehr selten Mineralwasser in Plastikflaschen; im Normalfall trinke ich Leitungswasser
  • ich konsumiere tropische Früchte nur noch in Ausnahmefällen
  • ich halte mich freiwillig an das Tempolimit von 120 kmh auf der Autobahn (auch wenn ich es manchmal vergesse)
  • ich lasse Aussenleuchten nachts nicht mehr brennen

Sie beherzigen all diese kleinen Dinge sicher längst; herzlichen Dank dafür.

Und wie halten Sie es?

Immer mal wieder Freitags wollen wir uns hier Gedanken zum Thema machen. Der Klimawandel – was bedeutet er für uns in Deutschland? Was können wir tun, um die Folgen zu mildern? Die Politik ist zaghaft, wagt es nicht, ihre Bürgerinnen und Bürger wirklich zu fordern. Alles soll unmerklich geschehen….

Merken werden wir es aber später. Und zwar deutlich. Wir müssen unser konsumorientiertes Leben ändern. Wir sollten nicht glauben, dass wir untätig bleiben können, nur weil die Politik sich so verhält. Es ist wie mit der Krankenkasse: Was sie nicht im Katalog hat hat und bezahlt, das tun wir nicht für uns und unseren Körper. So zu denken heißt Verantwortung abzuschieben.

Richtig ist vielmehr: Wir können selber tun, was wir für angebracht halten. Auch ohne Anordnung und Vorschrift. (Manchmal allerdings besser mit.)

Hier sollen Dinge, die wir selber tun können, genannt werden. Genauso wie Dinge, die nur ein Staat anordnen kann. Im fröhlichen Wechsel… die Klimakrise ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass wir alle Register ziehen müssen.

Wer hierzu Vorschläge hat, kann sich gerne melden. Wir nehmen alles, was uns sinnvoll erscheint , auf – und sei es eine ganz bescheidene Idee. Alles, was in die richtige Richtung weist, soll uns willkommen sein. Es soll eine Gedankensammlung werden, kein fertiger Handlungskatalog.

>Alle unsere Angebote auf einen Blick!

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