Samstags soll es hier die Rubrik Q&A geben. Jetzt ist die erste Staffel der wöchentlichen Postkarten in Seniorenheime, Altersheime, betreutes Wohnen, Krankenhäuser und ähnliche Einrichtungen, in denen Einsamkeit zum Problem werden kann, ausgelaufen. Sie war tatsächlich in 2025 ein sehr nachgefragtes Produkt. Deshalb habe ich mich entschlossen, das Angebot weiterzuführen. Jetzt mit gelungenen Sätzen aus der Weltliteratur. Jeden Sonntag lässt sich dieser eine Satz in meinem Blog beim Autorenexpress nachlesen, bevor er dann am Montag zur Post geht und vermutlich spätestens am Mittwoch den Empfänger oder die Empfängerin erreicht.
Ich habe mein Angebot
Stille Post
genannt, wiel ich dieses altbekannte Spiel neulich erst mit meinen Enkelinnen gespielt habe. Da flüstert man jemandem einen Satz ins Ohr. Und derjenige, der ihn gehört hat, flüstert ihn dem nächsten Spieler ins Ohr. Und so weiter. Jeder hört den Satz, entschlüsselt ihn jedoch etwas anders. Der letzte sagt ihn laut. Am Ende wird aus dem Satz „Oma, die Männer vom Revier waren hier“ der Satz „Oha, Furzklemmer im Klavier!“ und alles will sich totlachen.
Da dachte ich, dass es wohl alten Menschen oft so gehen mag: Die Welt gibt ihnen etwas ins Ohr und was sie verstehen, ist etwas ganz anderes… Deshalb gibt es unsere wöchentlichen Postkarten: Damit die Welt in ihrer klaren schönen Gestalt erhalten bleibt und nicht verzerrt wird. Deshalb schriftlich. Deshalb in Großbuchstaben. Deshalb jede Woche neu.
Die Stille Post ist Liebe per Post von dejenigen, die diese Welt noch aktiv bewohnen, an diejenigen, die sich jetzt am Rande befinden.
Stille Post

