Gewohnheiten ändern

Gewohnheiten ändern

Und wieder wird zu einer Blogparade aufgerufen : Es geht um das Ändern von Gewohnheiten – von schlechten alten zu guten neuen. Da bei Arsch-hoch speziell nach kleinen konkreten Änderungen gesucht wird, fühle ich mich aufgerufen, eine winzig kleine Änderung in meinem Verhalten des letzten Jahres kundzutun, die mich anhaltend mit größter Befriedigung erfüllt. Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass ein paar Minuten so viel ändern.

Eine Kunst-Spinne aus Metall im Gras, also durchaus local

Die leidige Ablage

Ich habe gelernt (von Allen), dass man nur einen Eingangkorb haben darf, in den alle Aufträge und zu erledigenden Dinge wandern. Damit ist das lästige Herumsuchen im Büro überflüssig geworden. So weit, so gut. Dass auch die erledigten Dinge nur an einem Ort zu sammeln sind, macht ebenfalls Sinn. Diesen Ort gibt es. Eine Box. Darin sammeln sich Sachen, die abgeheftet werden müssen in eine riesige Schar von Ordnern. Diese Schachtel wird voll und voller – aber es gelingt mir nicht, sie regelmäßig zu bearbeiten… so sehr graut mir davor. Ein einziger Blick darauf genügt und ich flüchte. Morgen, sage ich mir, oder am Ende des Monats oder nächstes Jahr. Und der Berg wächst und wächst. Eine Nerv-Box ist das, fürwahr.

Das winzige Zeitfenster

Hinzu kommt, dass in meinem Büro ein ehrwürdiger PC steht, der morgens seine Zeit braucht um hochzufahren. Zeit, in der ich unruhig herumtigere – etwas Wichtiges anzufangen lohnt ja nicht! Ich sehe nur, was alles getan, geräumt, geordnet werden müsste… ein deprimierender Tagesanfang. Was, wenn mit diesen wenigen Minuten etwas Sinnvolles getan werden könnte?

Tau auf Weinblatt

Tau auf Weinblatt

Anfangen, nicht vollenden

Anfangen, nicht sofort vollenden – so sagen die Berater zu jeder Aufgabe. Der Anfang müsse gemacht werden, dann laufe es…sei der Anfang auch noch so klein.

Ich nutze also die wenigen Minuten und nehme die ersten drei abzulegenden Papiere aus der Nerv-Box. Sie passen nicht zueinander, wandern auf den Fußboden. Ich nehme ein viertes, bingo!, es passt zum zweiten und wandert auf diesen Stapel. Klingklong, der PC meldet seine Startbereitschaft. Ich beginne den Tag mit dem Gefühl, schon etwas geschafft zu haben. Und das, obwohl noch nichts abgelegt ist.

Tags darauf

Tags darauf das gleiche Problem. Es dauert, bis der PC hochgefahren ist. In dieser Zeit stecke ich die zwei zusammenpassenden Dokumente in den Ordner. Und lege ein neues aus. Die Nerv-Box ist noch nicht sichtbar leerer. Aber morgen, übermorgen, nächste Woche wird man es sehen… Irgendwie freue ich mich sogar darauf.

Tatsächlich!

Wenn man die neue Gewohnheit 30 Tage ohne Ausnahme durchgehalten hat, verfestigt sie sich. Ich schaffe das. Nach 30 Tagen ist die Nerv-Box nur noch halb so voll. Der Erfolg beflügelt mich. Das ist jetzt ein gutes Jahr her… ich kann sagen, ich habe es geschafft! Die Nerv-Box enthält nur wenige Papiere. Oft sogar nur die des vorangegangenen Tages. Ein riesiges Problem meiner Büroorganisation hat sich – wie durch ein Wunder – verflüchtigt. Und dies alles nur, indem ich eine klitzekleine Gewohnheit umetikettiert habe, nämlich die paar nutzlosen Warteminuten des Morgens zu einem Bruchteil meiner Ablagezeit umfunktioniert habe.

 

Menschen im öffentlichen Raum, die mit Handy und Laptop arbeiten

Kurz zusammengefasst

stehen meine Ratschläge hier: In meiner Sieben-Tipps-Sammlung, die jeden Freitag erweitert wird.

 >direkt zur Zettelwirtschaft

 

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