Twitter IV : Online sichtbar werden und Zeit sparen!

Online sichtbar werden und Zeit sparen!

Online sichtbar zu werden ist nicht einfach: Die Konkurrenz ist riesig. Das Netz ein Gestrüpp, in dem man vor lauter Wald die Bäume nicht findet. Aber wie kann man es schaffen, online sichtbar zu werden? Dieser interessanten Frage geht Sonja Tautermann mit ihrem Aufruf zur Blogparade hier nach. Und Andrea von We-are-curious fragt hier, wie man Zeit sparen kann – jeden Tag, wobei auch immer. Wir versuchen, beim Twittern Zeit zu sparen, liebe Andrea!

Man versucht beides mit vielen Mitteln. Sicherlich hängt es sehr von der Zielgruppe ab, die man erreichen möchte. Wir beschreiben hier, was wir tun, um unsere Unternehmung, den Autorenexpress – einen Brief-Literatur-Post-Versand – bekannt zu machen.

Die Zielgruppe I

Der Autorenexpress  hat zwei äußerst unterschiedliche Zielgruppen. Das sind zum einen die Empfänger unserer Briefpost. Sie gehören zu einer Gruppe, die ich mit folgender selbsterlebter Geschichte umschreiben will:

Die Geschichte einer Neunzigjährigen, die sich über tägliche Post freutleere Bank im Herbst

Mit anderen Worten: Die Mitglieder unserer Zielgruppe sind nicht jung genug, um mit der digitalen Entwicklung Schritt gehalten zu haben. Sie hören vielleicht schlecht, aber sie lesen gern. Sie kennen das Briefe-Schreiben und Briefe-Bekommen von früher und vermissen es. Sie haben Zeit für ein Schwätzchen mit dem Briefträger. Sie würden gerne mehr Kontakt mit Kindern, Verwandten und Freunden oder Freundinnen haben, bekommen aber zu wenig davon, weil diese mit dem Leben vollbeschäftigt sind. Vielleicht fühlen sie sich einsam und ein wenig vernachlässigt. Die Gruppe der Senioren 65+ umfasst in der Bundesrepublik ca. 17 Mio Menschen. Männer lesen erfahrungsgemäß wenig Belletristik; man kann davon ausgehen, dass mehr als die Hälfte dieser 17 Mio weiblich ist. Wenn nur fünfzehn Prozent davon lesefreudig sind, so bleiben ca 1 Mio potentielle Kundinnen (oder Kunden – wir wollen ja niemanden ausschließen). Wenn das deutschsprachige Ausland mitgezählt wird, sind es natürlich noch viel mehr.

Zielgruppe II

Die zweite Zielgruppe steht am anderen Ende des Kommunikationskanals: Es sind diejenigen, die mitten im Leben stehen und vom schlechten Gewissen geplagt werden, weil sie sich zu wenig um Zielgruppe I kümmern. Sie sind digital zu erreichen und erledigen ihre Aufgaben auch digital, sprich: Mit ein, zwei, drei Klicks. Aber meist kommen sie nicht zur echten Freundschafts- und Familienpflege: Sie sind immer in Eile.

Auto in der Wüste

 Online sichtbar werden heißt die Zielgruppe II zu erreichen:

Dafür gibts viele Wege. Social Media gibt es in Hülle und Fülle. Wir haben Twitter ausgewählt, weil es schnell geht, Spaß macht und viele erreicht: Anfang 2015 gab es 5,7 Mio Deutsche, die twitterten.

Hier stellen wir unsere Twitteraktivitäten vor. Um rationell zu arbeiten (und niemanden zu nerven) twittern wir nur eine Botschaft am Tag, diese aber 3x – einmal sofort am Morgen, einmal am mittleren Nachmittag, einmal am späteren Abend. Das organisieren wir mithilfe von Buffer.

Am Montag

beginnt die Woche und da warten wir mit einem aufmunternden oder nützlichen Wochenspruch auf. Wir bemühen uns, nicht zu abgedroschene Zitate zu finden und schmücken diese mit einem passenden Foto. Das ist zugegeben nicht besonders innovativ, aber wir mögen diese Sprüche gerne und lesen sie auch gerne bei anderen. Die Fotos haben wir entweder selbst aufgenommen oder sie kommen von rechtefreien, meist kostenlosen Angeboten.

Zitat von Albert Einstein

Am Dienstag

posten wir einen Kauftipp. Jeder im Netz hat Lust auf erschwingliche Einkäufe, ein Gadget hier, ein bisschen Kunst da, ein Geschenk dort. Diese Tipps finden wir auf der Seite der tollsten Sachen, die wir selbst betreiben. Unser Prinzip ist es, dort nichts vorzustellen, was über 100 € kostet. Hier nur als Beispiel diese witzigen Flipflops, die im Sand eine Botschaft hinterlassen:

flipflops

Am Mittwoch

werben wir direkt für die Angebote unseres Autorenexpress. Das kann dann so aussehen: ein neuer Blogpost wird gemeldet, an eine Lesung wird erinnert, ein Geschenktipp wird vorgeschlagen, ein Produktfoto wird gepostet, das Making-of wird beschrieben. Wir meinen, einmal in der Woche muss Werbung auszuhalten sein und bislang hat sich auch noch niemand beschwert.

Am Donnerstag

verbreiten wir einen Tweet, der uns in der vorausgegangenen Woche besonders gefreut hat. Das soll eine Hommage, ein Dankeschön an alle die sein, die uns täglich mit wunderbaren Einfällen, Aphorismen, News oder Weltbeobachtungen versorgen.

Ein schöner Tweet

Am Freitag

wollen wir uns wieder nützlich machen. Wir posten einen Link zu Nessas sieben Tipps zu irgendeiner Sache, die Probleme macht. Das sieht dann so aus:

7 Tipps zum Kofferpacken

Diese Tipps können auch gesammelt auf Nessas Website nachgelesen werden.

Am Samstag

geht es weiter mit dem Weiterhelfen. Diese Rubrik nennen wir „am Wörtersee“ – sie hat aber nichts mit Urlaub zu tun, sondern mit Vokabeln. Wir erklären einen Begriff, der entweder in der vergangenen Woche angesagt war (wie zum Beispiel vor kurzem Grexit), meist aber aus der digitalen Szene stammt. Das sind Fachtermini, die uns untergekommen sind und deren Inhalt wir selbst nachschlagen mussten. Mag sein, dass mancher sich da schon unterfordert gefühlt hat. (Macht nix, es tut sicher auch gut, einmal zu erfahren, dass man hart am Wind segelt.)

Am Sonntag

gibts nur dies: einen kleinen Beitrag zum Glück. Oben die Meldung. Unten der eigentliche Tweet, weil meist die erlaubte Zeichenanzahl nicht reicht:

luft

gl5

Das ist unser Twitter-Wochenprogramm, um online sichtbar zu werden. Nur eine Methode von vielen. Diese hier kostet uns nur wenige Minuten in der Woche, denn wir verfassen den Tweet oder die Tweets immer dann, wenn uns die geeigneten Inhalte begegnen.

Online sichtbar werden – eine ganz Woche lang

Hier kurz die Zusammenfassung unserer Twitter-Aktivitäten: Mo – tolle Bilder, tolle Sprüche gibt es immer wieder. Gleich notieren! Di – diese Beiträge machen wir sowieso, da auf eine Seite verwiesen wird, die wir selbst betreiben. Mi – ist uns ein Herzensanliegen, weil wir den Autorenexpress promoten wollen. Do – Tipp: schöne Tweets sofort speichern!. Fr – machen wir so en passant, denn Nessa postet sowieso vier Tipp-Beiträge zu Monatsanfang auf ihrer Autoren-Seite. Sa – den verwendeten Begriff googlen wir sicher irgendwann mal in der Woche, wenn uns solch ein Wort unterkommt und wir nicht sicher sind, was es bedeutet. So – entnehmen wir dem täglichen Leben! Es tut gut, immer mal wieder etwas Schönes ins Gedächtnis zu rufen, das sich ereignet hat, ganz unauffällig, ganz ohne Trara. Ein Blick in die Welt hinaus kann und muss uns dankbar machen!

Und jetzt sind wir neugierig auf die anderen Blogparadenbeiträge!

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3 Antworten

  1. Liebe Nessa,

    was für eine schöne Idee der Autorenexpress ist! Ich freu mich über die Teilnahme an der Blogparade, die zeigt, wie spannend und zeitsparend man eine Zielgruppe online erreichen kann, die auf den ersten Blick ganz woanders ist.
    Danke fürs Mitmachen und den persönlichen Einblick in eure Arbeit!

    Liebe Grüße
    Sonja

  2. Das Konzept ist ja nicht grundsätzlich schlecht. Aber ihr findet allen Ernstes Follower, nur weil ihr nette Spüche oder Kauftipps twittert? Das ist der Punkt, den ich nicht verstehe. Wie kommt ihr an Follower? Das ist ja die Basis von allem.

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