Unsere Anthologie des Monats: Fremdsein

Jeden Monat wollen wir hier eine Anthologie vorstellen. Hier ist nun die für den April 2017:

Fremdsein

15 Geschichten über ein Gefühl, das verbindet.

 

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Die Anthologie für den Monat April

Es gibt sie sowohl in der eBook Ausgabe für 4,99 € als auch im Print für 7,99€. Da ist es eine leicht erschwingliche, eher dünne Broschüre, die sich vorzüglich als kleines Geschenk eignet. Überdies ist sie hübsch grafisch veredelt durch Kalligrafien von Johann Maierhofer und Illustrationen von Rebecca Wild … Ein Geschenk, das es in sich hat: Es enthält herzzerreißende Geschichten aus der Welt derer, die sich bei uns fremd fühlen. Und das sind viele. Auch wir sind es, denn das Eine darf man nie vergessen: Dazugehören ereignet sich automatisch nur durch Geburt – in allen anderen Fällen muss es erarbeitet werden. Und zugelassen werden.

Wir haben die Herausgeberin und Initiatorin dieses bewunderns- und unterstützenswerten Projektes, die Journalistin Bianca Fritz aus Basel,  getroffen und befragt.

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Bianca Fritz

Was macht Ihre Anthologie so einzigartig?

Die Anthologie „Fremdsein“ führt 15 Geschichten zusammen, die nicht viel gemeinsam haben – ausser dass eine Person darin vorkommt, die sich fremdfühlt. So hilft die Kurzgeschichtensammlung gleich zweimal: Erstens erinnert sie jeden von uns daran, dass wir uns schon fremd gefühlt haben, dass jeder ganz schnell in eine fremdartige Situation geraten kann, und weckt so hoffentlich auch Empathie für die Situation der Flüchtlinge. Zweitens gehen die Einnahmen an internationale Hilfsprojekte für Flüchtlingskinder. Wer das Buch kauft, hilft zum Beispiel Schutzzonen auf der Fluchtroute und in Flüchtlingscamps zu errichten, in denen Kindern malen, spielen und über ihre Erlebnisse sprechen können.

Verwenden Sie das Buch selbst oder haben Sie es schon verschenkt?

Natürlich! 2016 habe ich mir wenig Gedanken über Weihnachtsgeschenke gemacht. Zumal sich meine Familie ohnehin meistens etwas „Selbstgemachtes“ wünscht. Da muss man ja nicht immer basteln. Man kann auch mal ein Buch herausgeben…

Wer sind Sie und was ist Ihre Aufgabe in Sachen Buch?

Im normalen Leben leite ich eine kleine Onlineredaktion eines Eltern-Magazins in der Schweiz. Fremdsein war meine Idee, ich habe die Autorinnen und Autoren fürs Projekt gewonnen, die Lektoren und Grafiker, habe das Buch herausgegeben und vermarkte es. Ich schreibe auch selbst sehr gerne: Eine der 15 Kurzgeschichten stammt von mir.

Wir versenden ja Briefe und Geschichten. Wann haben Sie zuletzt einen Brief geschrieben oder ein Päckchen versandt? Erzählen Sie uns etwas über den Anlass?

Meine beste Freundin wohnt ein bisschen weiter weg und ich hatte ihr Räucherstäbchen und eine duftende Seife aus dem Urlaub mitgebracht. Das lag dann eine Weile bei mir herum, bis auch noch ein Buch über Schwangerschaft hinzukam – sie bekommt demnächst ihr erstes Kind. Dann dachte ich mir: Ich will nicht länger warten – und ich freue mich selbst auch total über Päckchen. Also ab die Post! Seit ich in der Schweiz wohne bekomme ich selbst fast keine Päckchen und Briefe mehr, was ich sehr schade finde. Aber meine Freunde und meine Familie in Deutschland schreckt das hohe Porto. Zum Glück kommt wenigstens jeden Monat eine Karte vom Autorenexpress 😊

Ja, das ist unser monatliches Gedicht – eine kleine Erinnerung daran, dass auch wir Stadt- und Online-Arbeiter nicht vergessen sollten, mal nach draußen in die Natur zu sehen: die Postcard Poems.

alle Postkarten

Unsere Postcard Poems

 

Vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen. Gibt es etwas, das Sie uns fragen möchten?

Ich finde den Vorlesedienst für die Postkarten-Gedichte sehr spannend und nehme mir jedes Mal vor, den auch zu nutzen und mal die Nummer anzurufen – vergesse es dann aber immer wieder. Jetzt bin ich neugierig, OB er denn von anderen genutzt wird, wer da liest und warum es diesen Service gibt.

Es wird nur gelegentlich genutzt – wir haben dabei an Reisende gedacht, die ihre Post am Monatsanfang nicht persönlich empfangen können. Und an Einsame, die vielleicht hin und wieder das Bedürfnis haben, eine menschliche Stimme zu hören.

Und nun können Sie hier selbst den Anfang einer der Anthologie-Geschichten hören:

Demnächst gibt es auch eine Lesung dazu in Rheinfelden. Wir melden uns dazu noch. Aber jetzt schon: Save the date!

Rheinfelden, 12. Mai, Buchhandlung Merkel

 

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