Schuld und schlechtes Gewissen

Nicht nur, weil ich kürzlich in Japan war, hat mich die Sache mit dem kleinen Jungen, der zur Strafe für sein ungebührliches Verhalten im Wald ausgesetzt wurde, so mitgenommen. Nachdem er tagelang nicht gefunden worden war, habe ich mir – wie sicherlich auch die Eltern des Kleinen – immer die Bären vorgestellt, die in diesem Walde hausen sollten.

Bären in Japan? Davon hatte ich gar nichts gewusst. Tatsächlich, es soll sie geben, wie auch Affen und anderes Getier (ganz zu schweigen von Tsunamis und Erdbeben und Kernkraftwerken). Man konnte also durchaus Alpträume haben, wenn man sich die Ängste des allein gelassenen Siebenjährigen vorstellte. Zum Glück ist er unversehrt gefunden worden und er hat – ist das typisch japanisch? – seinem Vater auch öffentlich vergeben.

Dornen

Aber: Befreit einen das von Schuldgefühlen?

Schuld und schlechtes Gewissen

Carsten Bruhns sagt dazu: “Die Schuld oder das schlechte Gewissen sind ein Signal des Organismus, welches anzeigt, dass man einen Fehler begangen hat bzw. etwas „falsch“ gemacht hat und sein Verhalten als negativ bewertet. (…) Sie tritt immer ein, nachdem etwas getan wurde.”

Eigentlich ein gutes, ein richtiges Gefühl. Ein Fehler ist ein Fehler. Wie sonst würden wir uns anständig miteinander verhalten? Und wie zur Wiedergutmachung kommen? Wenn sie denn überhaupt möglich ist…

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Oft beobachten wir ja auch das Fehlen von angemessenen Schuldgefühlen. Meist nennen wir solche Menschen Narzissten oder Egoisten, halten sie für gewissen- oder empathielos.

Um falsche – also unangemessene – Schuldgefühle – handelt es sich, wenn jemand bei rationaler Betrachtung an einer Situation gar nicht schuldhaft beteiligt ist. Leider hilft diese Einsicht demjenigen kaum. Er quält sich trotzdem damit herum…

Was kann man also tun gegen Schuldgefühle und schlechtes Gewissen?

  • die Situation gar nicht erst entstehen lassen

…und wenn doch:

  • akzeptieren, was geschehen ist
  • den eigenen Anteil am Geschehen so objektiv wie möglich prüfen
  • dazu stehen
  • sich selbst verzeihen
  • den Fehler dem anderen gegenüber eingestehen
  • über Wiedergutmachungsmöglichkeiten nachdenken
  • und auch ausführen
  • in die Zukunft blicken und das Versagen dadurch relativieren
  • abhaken

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Damit beide wieder zusammenkommen können…

PS.: Hochinteressant ist in diesem Zusammenhang auch die Klopftechnik, die ich auf den Seiten von Carsten Bruhns kennengelernt habe.

>denken Sie ruhig an die Möglichkeiten, die der Autorenexpress Ihnen für die Wiedergutmachung bietet

 

 

 

 

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