In welchem Land würdest du jetzt sofort am liebsten Urlaub machen, wenn Geld keine Rolle spielen würde? Wir stellen unserer Frauenrunde diese Frage

Nicht nur unter Corona haben wir erkannt, wie wichtig persönliche Unterhaltungen zu einzelnen Themen sind. Weil es aber physisch nicht immer geht, müssen wir uns online unterhalten, so zum Beispiel per Email.

Wir wollen ab jetzt ab und an kurze Statements veröffentlichen, die uns unsere Leserinnen und Leser spenden. Wir fragen, sie antworten spontan. (Nicht unähnlich der Runde, die uns schon zum Thema Sinnlich sein oder werden ihre Ansichten spenden (zu finden unter den Frivolini).) Es geht nicht um Tiefschürfendes, sondern um ein paar Sätze, die uns verraten, wie jemand über eine gewisse Sache denkt. Wir wollen Dankbarkeit zeigen, Freundschaften pflegen und Familienzusammenhalt stärken, indem wir miteinander sprechen. Virtuell oder in echt!

Wir haben uns wieder getroffen – virtuell natürlich. Und dann uns – und die Männerrunde – mit folgender Frage beschäftigt:

In welchem Land würdest du jetzt sofort am liebsten Urlaub machen, wenn Geld keine Rolle spielen würde?

Ich bin Kerstin, Betriebswirtin und mit Herzblut auch Biologin, Journalistin, Autorin. Mich interessiert alles, was Mensch und Tier am Leben hält – vor allem aber, wie sich die heimische Biodiversität erhalten lässt.

Bei den aktuellen Hitzerekorden in Europa würde ich gerne in einem Land Urlaub machen, in dem mein PC nicht ins Schwitzen kommt und in dem die Tagestemperaturen nicht über 28 Grad Celsius steigen. Egal wo, hauptsache angenehme Tage, kühlere Nächte, durchschnittliche Regenmengen, eine interessante und vielfältige Tierwelt, Sandstrand – und keine Mücken oder Wespen. Wenn ich darüber nachdenke, klingt die Wunschliste eher nach einer Utopie. Vielleicht irgendwo im Norden?


Hallo, ich bin Ines. Mit 18 Jahren war ich in der Stuttgarter Kunstakademie, seither bin ich das, was man Freischaffende Künstlerin nennt mit Schwerpunktthema „Mensch“. Froh bin ich über Literatur und glücklich, wenn ich ein schönes Buch in Händen halte

Dann würde ich mir gerne den Meeresboden ansehen. Also eine Tauchfahrt in die Tiefe der Ozeane mit einem Uboot. Am besten zusammen mit Meeresforschern – und natürlich mit meinem Mann!


Ich heiße Barbara und bin nach der Juristerei auf die Kunst gekommen. Eine Kunst, die zum Nachdenken und Loslassen anregen soll und die ich mit Leidenschaft betreibe.

Ganz klar: ich würde in Sardinien für mindestens 4 Wochen urlauben! Und ganz wichtig:ich würde auf dem Landweg ,zuletzt mit der Fähre anreisen!


Ich bin Lea, Altruistin, Misanthropin, halb freiberufliche Texterin und Übersetzerin für Leichte Sprache, halb Geschäftsführerin eines gemeinnützigen Vereins, ohne menschlichen Anhang, dafür wunderbar fest verbunden mit dem unglaublichsten Profiplüschtier der Welt, meiner Blindenführhündin Arzu.

ich bin kein Fan von Fernreisen. Sicher gibt es viele schöne, interessante und faszinierende Weltregionen, und am Geld würde Vieles nichteinmal scheitern, weil ich kaum Geld ausgebe und gar nicht weiß, wo hin mit meinen Ersparnissen. Aber erstens fliege ich aus Prinzip nicht, zweitens habe ich einen alten Hund, dem ich sowas nicht zumuten möchte, und drittens brauche ich aufgrund meiner Behinderung eine zuverlässige Begleitung, da ich mich blind in unbekannten Umgebungen nicht orientieren kann. Eine solche Begleitperson habe ich nicht und jemand Unbekanntes dafür anzuheuern, ist mir mit zu vielen Unwägbarkeiten im menschlichen Bereich verbunden. Ich kann die Frage daher nicht beantworten, weil mein Gehirn jede derartige Überlegung wegen akutem „geht doch eh nicht“ sofort abblockt.

Mich kennen Sie natürlich. Ich bin Nessa Altura, die Betreiberin dieses Blogs. Und ich bin diejenige, die hier die Fragen stellt.

Schwierige Frage. Wenn ich mich prüfe, dann denke ich, dass ich das Glück hatte, in meinem bisherigen Leben viel gereist zu haben. Es ist nicht mehr so, dass ich alles mit eigenen Augen sehen muss – vieles kann ich mir, auch dank Lektüren und Internet, gut vorstellen. Eigentlich möchte ich eher „unterwegs“ sein, als irgendwo anzukommen.

Was ich aber tun würde, wenn ich könnte, wäre, in die Arktis zu fahren. Damit ich die Eisberge sehen kann, bevor sie endgültig abschmelzen. Das Polarlicht. Das Eismeer. Weiß und Blau. Das Licht. Und diese vom Menschen unberührte Unendlichkeit.


Habt Dank, ihr Lieben!

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