Fridays for Future: Geschwindigkeitsbegrenzung

Nicht vergessen: Heut ist Demo-Tag!

Fridays for Future: Geschwindigkeitsbegrenzung

Sie taucht immer wieder auf: die Forderung nach einer generellen Geschwindigkeitsbegrenzung auf allen Autobahnen – auf Landstraßen gibt es sie ja. Und ebenso regelmäßig wird sie abgeschmettert. So geschehen vor kurzem: Unser Verkehrsminister Scheuer lässt schön grüßen!

Was würde ein Tempolimit überhaupt bringen? Und wem würde es schaden? Ein Blick in andere Länder zeigt, wie dort die Überlegungen ausfielen: In Europa gibt es außer Deutschland nur noch die Isle of Man, die auf ein Tempolimit verzichtet. Weltweit gibt es ein paar Staaten, die jedoch zumeist gar nicht über ein Straßennetz verfügen, auf dem schnell gefahren werden kann:

Etwas muss also die Politiker in allen übrigen Ländern überzeugt haben. Hierzulande gilt es folgendes zu bedenken:

  • weniger schwere Unfälle bei geringeren Geschwindigkeiten
  • 1 deutscher Autobahn-Kilometer kostet derzeit ca 10 Mio Euro. Würde langsamer gefahren, müssten die Spuren nicht so breit sein und die Ab- und Auffahrten könnten weniger Land verbrauchen
  • die Autos könnten mit schwächeren Motoren auskommen, die wiederum weniger CO2 ausstoßen würden, “Dabei könnte eine Verminderung der Leistung um 50% den Ausstoß an Kohlendioxid um bis zu einem Drittel senken” (Kfzsachverstand.de).

Fridays for Future: Geschwindigkeitsbegrenzung

Es gibt natürlich auch Gegenargumente:

  • 40% der Autobahnstrecken sind ohnehin geschwindigkeitsbegrenzt
  • unsere Autoindustrie verdient ihr Geld mit den hochmotorisierten Typen, die dann – weil sie in Deutschland nicht mehr gebraucht würden – weniger hergestellt würden
  • Tempolimit bei 120 kmh würde nur 1,25 Mio t CO2 einsparen, was bei 85 mio t Verkehrslastfolgen nicht besonders viel erscheint
  • die meisten schweren Unfälle geschehen auf Landstraßen, bei denen ja ein Tempolimit herrscht
  • ein Tempolimit, das nicht flächendeckend kontrolliert wird, kann man sich sparen

Jeder muss selbst seine Schlussfolgerungen ziehen. Ich denke:

Fridays for Future: Geschwindigkeitsbegrenzung
  • Ein einziger Verkehrstoter ist schon zu viel
  • die Maßnahme kostet (fast) nichts
  • 1,25 Mio t sind auch nennenswert
  • wenn deutsche Autos immer noch gut ins Ausland verkauft werden können, obwohl man sie dort gar nicht ausfahren kann, dann dürfte das auch bei uns nicht zu einem großen Absatzeinbruch führen
  • man könnte ja auch Rennstrecken einrichten, die tempolimitfrei wären (oder auf die Isle of Man übersetzen)
  • es gäbe auch andere Methoden, seinen Status zu demonstrieren – die allerdings müssten die Medien favorisieren

Was aber natürlich doch als stichhaltigstes Gegenargument zählt:

Die Autoindustrie ist dagegen. Der ADAC ist dagegen. Die Politiker trauen sich nichts. Mutig sind sie nur in der Opposition.

Fridays for Future: Vorsprung durch Technik? Oder durch Umweltbetrug?

Wir danken Kfzsachverstand für seine Informationen. Wir freuen uns über weitere Argumente, die Sie uns spenden … Was wir aber selbst tun können, ist dies: Nicht auf ein behördliches Tempolimit warten, sondern es einfach tun – 120 Kmh Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn. Basta!

Schon lange verheiratet? Alles gut, aber leider ein bisschen langweilig? Dann unsere Feldpost II abonnieren!

Bild(er) von unsplash (*) oder wikimedia commons (**) oder selbst geschossen (***) oder auch vom useum (****). Danke vielmals!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.