Ich sorge. Für dich. Für mich. Und überhaupt…

Es gibt Phasen im Leben, da funktioniert der gute alte Optimismus, den man immer hatte, einfach gar nicht mehr. Da brauchte man dann jemanden, der einem beistünde, mit Trost, mit Zuspruch, mit Aufmunterung. Und weil oft gerade dann keiner da ist, der diese Aufgabe annehmen will, muss man es am Ende selber tun.

Wer klopft mir da auf die Schulter? (*)

Man kann zu sich sprechen, mit tiefer überzeugender Stimme:

Bei Enttäuschung:

Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

An der Tiefe der Enttäuschung kann man die Höhe der eigenen Erwartungen ablesen. Vielleicht waren sie zu hoch?

einfach von der to-do-Liste auf die was-solls-Liste nehmen

Bei Trauer:

Ja, es ist schlimm.

Trauer braucht seine Zeit. Früher billigte man sich ein ganzes Jahr zu.

Trauern ist Arbeit. Trauern strengt an. Trauern darf sein. Trauern muss sein.

Bei perfektionistischem Anspruch:

Auch die zweitbeste Lösung ist immer noch eine gute. Besser jedenfalls als die allermeisten.

Prima – ist doch super so wie es ist.

Genug ist genug. So, jetzt ist es gut!

Bei Stress:

Der Druck ist wirklich gewaltig. Es ist toll, wie du das aushältst!

Andere hätten schon längst schlappgemacht. Aber du ziehst durch!

Nimm es einfach von der to-do-Liste auf die Was-solls-Liste!

Bei Niedergeschlagenheit:

Du darfst das: traurig sein. Immer noch besser als gar nichts fühlen!

Ja, es ist wirklich schlimm!

Ich versteht dich nur zu gut. Das tut weh. Ich bin bei dir.

Bei Angst:

Du bist nicht allein. Ich bin für dich da.

Angst ist die fantasievolle Seite des Mutes. Es ist gut, dass es sie gibt.

Angst kommt und geht. Wie ein Mix aus Sonne und Wolken.

Bei Schwäche:

Es ist genug. Du brauchst jetzt eine Pause.

Hör auf deine innere Stimme. Sie sagt, du musst jetzt innehalten.

Etwas nicht zu tun, ist auch eine Entscheidung. Und manchmal eine gute.

Bei Zorn:

Du hast ein Recht, dich jetzt zu ärgern.

Wut ist eine Menge Energie. Nutze sie, finde die richtige Richtung.

Trink das Glas der Empörung voll aus. Du brauchst das jetzt einfach!


Und was brauchen Sie? In welchen Augenblicken entsteht Ihr Wunsch nach seelischen Streicheleinheiten? Nach Schulterklopfen und ermutigenden Worten?

Bei Sehnsucht? Bei Verlassenheitsgefühlen? Bei Schlaflosigkeit? Bei großer Freude? Bei der Frage nach dem Sinn des Daseins? Verraten Sie es uns! Wir wollen unseren Selbstfürsorge-Baukasten nach Kräften erweitern…

eines unserer Deckblätter der Luftpost (***)

Die meisten unserer Illustrationen sind Fotos von Unsplash, worauf wir mit einem (*) hinweisen. Wir danken hier allen Fotograf*innen für die großzügige Überlassung. Bilder, die mit (**) gekennzeichnet sind, stammen aus dem Bundesarchiv von media commons. Bilder mit (***) sind selbst aufgenommene Fotos oder selbst gezeichete Illustrationen. Gemälde großer Meister kommen vom Useum (****). Danke!

Alles, was nirgendwo anders hinpasst, sammeln wir auf einer Seite. Sie suchen etwas? Vielleicht werden Sie dort fündig.

>Nix Netflix. Wie wärs mit einem Bücher-Abo?

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