Verlust vorab bekämpfen

Tagebuchschreiberinnen und Tagebuchschreiber antizipierten den Verlust, habe ich neulich gelesen. Damit kann ja nur der Verlust der Erinnerung gemeint sein. Nun, ich schreibe kein Tagebuch, aber das Vergessen beschäftigt mich auch. Für lange Tagebucheinträge habe ich keine Zeit, und meist auch nicht genug Interesse, Vergangenheit Monate später nachzulesen.

Eintrittskarten und andere Billets klebe ich in mein Cahier ein, damit ich am Jahresende Revue passieren lassen kann, welche Filme ich gesehen, welche Ausstellungen ich besucht, welche Konzerte und Theatervorstellungen mich bereichert haben. Diejenigen, zu denen mir dann gar nicht mehr einfällt, können so beeindruckend dann nicht gewesen sein.

Verlust von Alltag

Nette Kaffeehausbesuche – einfach vergessen?

Verlust vorab bekämpfen

Der Verlust der Erinnerung alltäglicher Vorkommnisse – ist er wichtig? Egal? Man weiß es nicht… Eigentlich zählen die Emotionen mehr als die Begebenheiten. Heute habe ich gedacht, man könnte diesem Problem mit einer kleinen Liste beikommen, die man am letzten Tag des Monats an den Kühlschrank heftet. So in etwa:

Meine mid-month-Liste im Januar.

Schön, wenn bei scheusslich nur wenig auftaucht, oder? Wieder ein Grund, dankbar zu sein.

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