Woran merkst du jedes Jahr, dass es Frühling wird und was bedeutet es dir? Wir fragen unsere Frauenrunde

Nicht nur unter Corona haben wir erkannt, wie wichtig persönliche Unterhaltungen zu einzelnen Themen sind. Weil es aber physisch nicht immer geht, müssen wir uns online unterhalten, so zum Beispiel per eMail.

Wir wollen ab jetzt ab und an kurze Statements veröffentlichen, die uns unsere Leserinnen und Leser spenden. Wir fragen, sie antworten spontan. (Nicht unähnlich der Runde, die uns schon zum Thema Sinnlich sein oder werden ihre Ansichten spenden (zu finden unter den Frivolini).) Es geht nicht um Tiefschürfendes, sondern um ein paar Sätze, die uns verraten, wie jemand über eine gewisse Sache denkt. Wir wollen Dankbarkeit zeigen, Freundschaften pflegen und Familienzusammenhalt stärken, indem wir miteinander sprechen. Virtuell oder in echt!


Wir haben uns wieder getroffen – virtuell natürlich. Und uns – und die Männerrunde mit folgender Frage beschäftigt:

Woran merkst du jedes Jahr, dass es Frühling wird und was bedeutet es dir?

Hier ist Barbara aus Fürth:

Barbara sagt:

Ich heiße Barbara und bin nach der Juristerei auf die Kunst gekommen. Eine Kunst, die zum Nachdenken und Loslassen anregen soll und die ich mit Leidenschaft betreibe.

Liebe Nessa,

Da fällt uns Älteren wohl gleich Eduard Mörike ein: “ Frühling lässt sein blaues Band. wieder flattern durch die Lüfte ….Frühling, ja du bist`s! Dich hab ich vernommen!“

So beschwingt kann ich auch mein Gefühl beschreiben.

Tschig Tschig…so oder ähnlich, die Vögel singen, die Meisen turnen durch die Hecke, suchen sich ein geeignetes Quuartier für ihren Nachwuchs, der Bachlauf pläschert ungehemmt.

Die Luft ist erfrischend  feucht in der Früh und die Sonne versucht, sich durch dicke Wolken zu schieben. Es ist jedesmal ein Vergnügen,wenn ich mich in ihren jetzt schon wärmenden Strahlen sonne.

Nach manchen grauen und kalten Tagen genieße ich das sehr und hoffe auf ein langes Frühjahr.Wenn die Tulpen und Narzissen emporschießen und die Knospen am Kirschbaum immer deutlicher werden.

Viele Grüße

Barbara


Hier ist Anika aus Radbruch:

Woran merkst du jedes Jahr, dass es Frühling wird und was bedeutet es dir?

Ich bin Anika. Schreiben war schon immer mein Ding. Schon in der Grundschule hatte ich Brieffreundschaften, später sogar weltweit. Und heute bekomme ich als freie Journalistin sogar Geld dafür. Außerdem bin ich Briefe-mit-dem-Füller-Schreiberin, Postkarten-Liebhaberin, in meinem Wohnzimmer steht eine antike Schreibmaschine zur Deko und auf meinem Herzen habe ich viele Tintenflecken.

Diesmal nicht dabei, Grüße Anika


Hier ist Ines aus Böblingen:

Woran merkst du jedes Jahr, dass es Frühling wird und was bedeutet es dir?

Mit 18 Jahren war ich in der Stuttgarter Kunstakademie, seither bin ich das, was man Freischaffende Künstlerin nennt mit Schwerpunktthema „Mensch“. Froh bin ich über Literatur und glücklich, wenn ich ein schönes Buch in Händen halte.

Natürlich spüre ich den Frühlingsbeginn an der wärmeren Luft, sehe ihn an den ersten Blümchen und höre ihn den Vögeln an.
Immer wieder staune ich auch, daß die Natur den Neubeginn schafft und die zartesten Geschöpfe so viel Stärke haben.

Allerdings ist es doch ziemlich beunruhigend, daß ich in diesem Jahr die erste Biene an einem blühenden Strauch bereits Mitte Februar beobachtet habe.
Was, wenn der Winter nochmal zurückkehrt?
Und wenn nicht? Wie heiß wird dann der Sommer werden?

Durch diese sorgenvollen Überlegungen hat das Frühlingserwachen seine Heiterkeit ein wenig verloren.

Grüße Ines


Hier ist Daniela aus Düsseldorf:

Woran merkst du jedes Jahr, dass es Frühling wird und was bedeutet es dir?

Ich bin Daniela aus Düsseldorf, kann ortsunabhängig arbeiten und reise gern in mein Lieblingsland Spanien!

Liebe Nessa, zuviel Arbeit

Mit besten Grüßen

Daniela Cremer


Hier ist Lea aus Aachen:

Woran merkst du jedes Jahr, dass es Frühling wird und was bedeutet es dir?

Ich bin Lea, Altruistin, Misanthropin, halb freiberufliche Texterin und Übersetzerin für Leichte Sprache, halb Geschäftsführerin eines gemeinnützigen Vereins, ohne menschlichen Anhang, dafür wunderbar fest verbunden mit dem unglaublichsten Profiplüschtier der Welt, meiner Blindenführhündin Arzu.

Liebe Nessa,

Merken tue ich den Frühling an so klassischen Dingen wie zunehmendem
Vogelgezwitscher und steigenden Temperaturen. Die sichtbaren
Veränderungen in der Natur bekomme ich ja eher weniger mit, dafür sind
die hör- und spürbaren eher mein Ding, später im Frühling dann natürlich
auch die Gerüche von Pflanzen etc. Mein Verhältnis zum Frühling ist ein
bisschen gespalten. Diese Zeit selbst mag ich sehr gerne, es geht
irgendwie alles in der Natur bergauf und wird angenehmer. Andererseits
ist der Frühling Vorbote des Sommers, mit dem ich wegen der Hitze und
meiner dadurch bedingten Fatigue aufgrund meiner MS massiv auf Kriegsfuß
stehe. Daran versuche ich aber nicht zu denken, bis es nicht wirklich zu
heiß wird. Stattdessen mache ich tausend sachen, weil ich ja fit bin und
den Frühling so mag, verliere und verzettele mich in tausend Dingen, die
mich letztendlich dann oft stressen und überfordern, weil ich halt ganz
viel machen will, bevor der Sommer mich ausbremst. Momentan bin ich in
genau diesem Dilemma – es ist alles so wichtig und so toll, oder
alternativ eben auch so scheiße, dass ich unbedingt gefragt bin, um
gegen Dinge zu agieren, aber unter Druck stehe ich so oder so und der
lässt erst nach, wenn die Hitze mir keine Aktivitäten mehr gestattet. Du
siehst, es ist hochgradig ambivalent.

liebe Grüße Lea


Hier ist Nessa aus Böblingen:

Woran merkst du jedes Jahr, dass es Frühling wird und was bedeutet es dir?

Mich kennen Sie natürlich. Ich bin Nessa Altura, die Betreiberin dieses Blogs. Und ich bin diejenige, die hier die Fragen stellt.

Gegen fünf wache ich auf, geweckt vom Vögelgetöse draußen in den Bäumen vor dem Fenster. Früher war es noch viel lauter, aber seit sich ein paar große Saatkrähen in der Nähe eingenistet haben, sind kleinere Vögelarten verschwunden. Noch da sind Meisen, Elstern, Spatzen, Amseln und die großen Spechte, die sich vor nichts fürchten. Gefürchtet haben sich aber wohl die Tauben, denn sie sind geflohen. Bin ich nicht richtig böse drum, das satte, tiefe Gurren hat mich manchmal genervt.

Dann schlafe ich wieder ein, beruhigt vom Gefühl, dass dier Welt noch in Ordnung ist. Und wache wieder auf, nach Stunden, weil das helle Tageslicht mich kitzelt. Schön ist das.


Sie mögen unsere Runde? Dann folgen Sie ihr! Alle bisherigen Beiträge unserer Runde können Sie auf einer Seite nachlesen. Und wie wärs, wenn Sie mitmachten?

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