Wär ich ein Möbelstück, was wär ich dann für eines? Wir stellen unserer Frauenrunde diese Frage

 Wär ich ein Möbelstück, was wär ich dann für eines? Wir stellen unserer Frauenrunde diese Frage

 

Nicht nur unter Corona haben wir erkannt, wie wichtig persönliche Unterhaltungen zu einzelnen Themen sind. Weil es aber physisch nicht immer geht, müssen wir uns online unterhalten, so zum Beispiel per Email.

Wir wollen ab jetzt ab und an kurze Statements veröffentlichen, die uns unsere Leserinnen und Leser spenden. Wir fragen, sie antworten spontan. (Nicht unähnlich der Runde, die uns schon zum Thema Sinnlich sein oder werden ihre Ansichten spenden (zu finden unter den Frivolini).) Es geht nicht um Tiefschürfendes, sondern um ein paar Sätze, die uns verraten, wie jemand über eine gewisse Sache denkt. Wir wollen Dankbarkeit zeigen, Freundschaften pflegen und Familienzusammenhalt stärken, indem wir miteinander sprechen. Virtuell oder in echt!

Wir haben uns wieder getroffen – virtuell natürlich. Und dann uns – und die Männerrunde – mit folgender Frage beschäftigt:

Wär ich ein Möbelstück, was wär ich dann für eines?

Ich bin Kerstin, Betriebswirtin und mit Herzblut auch Biologin, Journalistin, Autorin. Mich interessiert alles, was Mensch und Tier am Leben hält – vor allem aber, wie sich die heimische Biodiversität erhalten lässt.

Als Biologin fällt mir spontan ein „Balkonstuhl“ ein, der würde perfekt passen. Als solcher könnte ich bei Wärme immer auf dem Balkon stehen (nicht nur in den Arbeitspausen dort sitzen), mir die Sonne auf die Stuhllehne scheinen lassen, hätte eine wunderbare Aussicht, immer ein Vogelzwitschern im nicht vorhandenen Ohr. Zudem würden viele, viele interessante Tiere auf meiner Armlehne landen, die sich in Ruhe beobachten lassen (und nicht immer wegfliegen, sobald sich ein Kameraobjektiv nähert) … ;o) …


Hallo, ich bin Ines. Mit 18 Jahren war ich in der Stuttgarter Kunstakademie, seither bin ich das, was man Freischaffende Künstlerin nennt mit Schwerpunktthema „Mensch“. Froh bin ich über Literatur und glücklich, wenn ich ein schönes Buch in Händen halte

Wenn ich ein Möbel sein müßte, wäre ich am liebsten ein Bücherregal. Und das im gemütlichen Zimmer einer Leseratte mit literarischer Lektüre und Bildbänden zu Kunst und Fotografie. Also ungefähr mein Arbeitsraum… Wär schon lustig, wenn so ein Bücherregal mit auswählen dürfte, was ins Regal kommt. Was es gerade nicht mag, spuckt es aus, das muß woanders hin. Also ein magisches Bücherregal mit Lesekompetenz. Genau, das wärs!


Ich heiße Barbara und bin nach der Juristerei auf die Kunst gekommen. Eine Kunst, die zum Nachdenken und Loslassen anregen soll und die ich mit Leidenschaft betreibe.

Geborgen in einem Raum mit vielen grünen Pflanzen stehe ich auf vier konisch geschreinerten Beinen,die mich mit einer stattlichen Höhe von 2 Metern und 1,2 Metern Breite stützen. Mein Corpus ist innen sehr geräumig und mit vielen Ablagemöglichkeiten ausgestattet. Es kommt alles, was aufgeräumt werden soll, bei mir unter. Ich wäre gern ein Schrank aus der Jugendstilzeit,demgemäß meine Türen mit wunderbaren Mustern verziert. Wenn die honigfarbenen Türen geschlosssen werden,ist es richtig gemütlich und es riecht wunderbar wie in einem Studierzimmer. Und es gibt immer wieder was zu entdecken, je nachdem, was gerade in meinen Innern verschwinden soll.


Ich bin Lea, Altruistin, Misanthropin, halb freiberufliche Texterin und Übersetzerin für Leichte Sprache, halb Geschäftsführerin eines gemeinnützigen Vereins, ohne menschlichen Anhang, dafür wunderbar fest verbunden mit dem unglaublichsten Profiplüschtier der Welt, meiner Blindenführhündin Arzu.

wenn ich ein Möbelstück wäre, wäre ich vielleicht ein alter, leicht
wackeliger Stuhl. Ich wäre super bequem und praktisch, würde aber
nirgends so richtig reinpassen. Vermutlich stände ich in einem
Arbeitszimmer und irgendwer hätte es schon sehr oft nicht übers Herz
gebracht, mich auf den Sperrmüll zu werfen, obwohl irgendwer Anderes
schon so oft gemeckert hätte, dass dieses olle, unansehnliche Ding doch
endlich mal weg solle. Aber ich wäre, abgesehen von meiner nicht
perfekten Stabilität, einfach so gemütlich und mit so vielen
Erinnerungen und Geschichten aufgeladen, dass es unmöglich wäre, mich
einfach zu entsorgen.

Wenn überhaupt, dann mit einem „zu verschenken“-Schild an den Straßenrand, aber wer würde so ein wackeliges Ding noch haben wollen, wenn sie oder er all die Stories zu mir nicht kennen würde? Also werde ich nicht verschenkt sondern bleibe da, wo ich bin, damit mich nicht irgendein unwissender Mensch doch zu Klein- oder Brennholz macht.


Mich kennen Sie natürlich. Ich bin Nessa Altura, die Betreiberin dieses Blogs. Und ich bin diejenige, die hier die Fragen stellt.

Ich bin eine schmale, aber gepolsterte Bank ohne Lehne. Auf mich kann man die Kleider werfen, die man abends auszieht (sehr praktisch!). Noch besser aber: Auf mir kann man sich langlegen, die Arme baumeln lassen und den Rücken entspannen. Mehrmals täglich höre ich Menschen „ahhhh“ sagen, die auf mir ruhen. Das freut mich dann immer.


Habt Dank, ihr Lieben!

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