Alexandra

In unserer Reihe Other Stories erzählen wir heute von einem jungen Mann, der sein Geld auf anstrengende und demütigende Weise verdient. Und der am Ende, obwohl er es nicht böse meint, in eine dunkle Welt abgleitet. Veröffentlicht wurde diese Story n der Anthologie Sterbenslust, herausgegeben von Paul Ott. Alle unsere Kurzgeschichten werden einen Monat lang öffentlich zu lesen ein, dananch nur noch auf Anfrage.

Alexandra

Ich heiße Iwan und heute ist der Tag, an dem Alexandra fünfundsechzig geworden wäre – so alt wie Hermine S., die jetzt neben mir liegt. Ich gebe zu, es klingt merkwürdig, wenn ich sage, dass ich Alexandra liebe, die ich überhaupt nicht gekannt habe. Aber so ist es. Dir ist nicht zu helfen, sagen meine Freunde. Wahrscheinlich haben sie recht. Sie kennen meine Alexandra nicht. Sind viel zu jung dafür.

Sie hören Rap und House und R & B, aber was eine melodiöse dunkle Stimme vermag, das wissen sie nicht. Sie verdienen sich ihren Lebensunterhalt wie ich, im Bahnhofsviertel. Sie wissen doch, was ich meine? Wir gehen mit Fremden mit, Männern, Frauen, egal – mit jedem, der einsam ist und Trost braucht. Oder Sex. Oder Zuwendung. Mit dieser Hermine hier war es genauso, wenn sie überhaupt Hermine heißt. In unserem Geschäft nennt man selten die echten Namen.

Eigentlich sind ältere Frauen ja nicht meine Lieblingsbeschäftigung, kommen auch nicht häufig, aber dann und wann geschieht es doch. Wenn eine Ärger zu Hause hat oder Chefin ist und sich über ihre männlichen Untergebenen aufregt, dann braucht sie eben jemanden, den sie befehligen kann, einen, der ohne Widerrede tut, was sie verlangt. Und das bin dann eben ich. Für Geld, klar. Wir verstehen uns doch?

immer auf Kundschaft warten (*)

Ältere Frauen sind nicht so grob wie Männer und meistens auch freigiebiger, wenn es ihnen gefallen hat. Sind aber auch schwerer zufriedenzustellen, da muss man sich schon Mühe geben. Ich bin neunzehn. Die meisten könnten meine Mütter oder Großmütter sein, aber das macht mir nichts aus. Wenn der Preis stimmt, verspreche ich ihnen ein paar schöne Stunden im Hotel oder wo immer sie wollen. Ich kann anschmiegsam sein, mädchenhaft lieb, wenn es das ist, was sie sich wünschen. Oder den Macker markieren, aber das sind wenige, die das gut finden. Frauen reden gerne über meinen Oberkörper, meine Wimpern oder meinen flachen Bauch – es ist unglaublich, was sie alles sehen. Sie fahren mit ihrer Zeigefingerspitze an meinen Brauen entlang, sie zählen meine Rippen, sie legen ihr Ohr auf mein Herz. Sie streicheln viel. Sie küssen. Auch auf den Mund, was ich nicht so gerne habe.

Auch Hermine hat das getan.

Vielleicht suchen sie die Zuneigung ihrer Söhne in mir oder ihre verlorene Jugend. Oder vielleicht die Chancen, die sie verpasst haben, als sie noch welche hatten, wer weiß? Ich mache mir da nicht soviel Gedanken darum. Ich komme ihnen entgegen, wenn ich so sagen darf. Sehnsucht haben sie nach Liebe, richtig hungrig sind sie manchmal. Sie pflegen sich, alle, riechen gut und sind sauber, was man von Männern nicht immer behaupten kann. Wenn sie angespannt sind, am Anfang, und das sind die meisten, dann singe ich ihnen Alexandras altes Lied von der Taiga:

Sehnsucht heisst ein altes Lied der Taiga

Sehnsucht heißt ein altes Lied der Taiga

Das schon damals meine Mutter sang

Sehnsucht lag im Spiel der Balaleika

Wenn sie abends vor dem Haus erklang.

„Bist du wirklich Russe?“, fragen sie mich dann. Ich bin tatsächlich aus Russland, wenn auch aus Kasachstan. Die Taiga ist weit weg von uns, aber egal, das können die Kundinnen nicht wissen. Die wollen vom echten Russland nichts wissen, die wollen nur ihre alten Vorstellungen pflegen, von den feurigen Donkosaken wollen sie hören, oder von Iwan Rebroff, der denselben Vornamen hat wie ich, oder von Rasputin und der Zarin oder dem Bernsteinzimmer und solche Sachen. Ist halt diese Generation. Und dann rede ich eben von der Taiga und meiner Babuschka und unserem Holzhaus, das es nie gegeben hat. Deutsche wollen Russen nur auf eine ganz bestimmte Art, das hat Alexandra auch gewusst.

„Komm her, Iwan“, sagen sie, wenn sie angetrunken sind, und ein paar Wörter russisch können, weil sie im Osten von Deutschland aufgewachsen sind. „Dawai, dawei, mach  schnell, Iwan Iwanowitsch“. Oder „Tische, tische, netoropis, langsam, Iwan, wir wollen genießen.“

Und dann streichle ich sie an den Orten, sie sie mir vorgeben, und ich summe Alexandras Lied und dann werden sie weich wie Butter und flüssig. Und dann staunen sie über meinen Zigeunerjungen, wie ich ihn nenne.

Zigeunerjunge, Zigeunerjunge,

er spielte am Feuer Gitarre

tam ta ta ta ta tam tam, ta tam tam ta tam

Dann kam der Abend, es wurde ein Feuer entfacht, la la la,

und die Zigeuner, sie haben getanzt und gelacht, la la la

Hermine, zum Beispiel, hat mir gesagt, wie schön sie ihn fände – so stark, so glatt, so warm, so jung.  Wir beobachteten ihn beide, wie er sich langsam aufrichtete. Ich bin immer stolz auf ihn, ich denke dann an Alexandra und frage mich, ob die meinen Zigeunerjungen auch so gemocht hätte.

„Der will zu euch“, sage ich dann, und die Frauen bekommen glänzende Augen und räkeln sich unter mir und können es kaum erwarten. Und dann sage ich, dass ich erst noch einen Wodka brauche, und sie zahlen mir noch eines von den kleinen grünen Fläschchen, die ich stets bei mir trage. Natürlich ist da Wasser drin und nur ganz wenig Wodka, damit es nach Wodka riecht, wenn ich es öffne. Wenn eine mittrinken will, bekommt sie ein anderes, ein zweites Fläschchen mit echtem Stoff. Wenn ich das tränke, würde mein Zigeunerjunge nicht mitmachen, und der ist schließlich mein Kapital.

Wodka hilft. Immer. Ein bisschen. (*)

Ich erinnere mich genau an den Augenblick, in dem ich das erkannt habe. Damals haben mich ältere Jungen darauf aufmerksam gemacht. Beim Pinkeln. „Deiner ist was Besonderes“, hat einer gesagt, der Zigeuner  und weit herumgekommen war. Mir war das neu, ich hatte gedacht, alle sähen so aus. „Baumstark“, haben sie gesagt. Und meine erste Freundin, noch in der Schule in  Akmolinsk,  fand das auch.

Zigeunerjunge, Zigeunerjunge

Wenn er schwächelt, brauch ich nur Alexandras Zigeunerlied zu summen und schon geht er mir zur Hand.  Das macht natürlich nicht das Lied, sondern Alexandras Stimme. Die ist so rauchig und dunkel, dass sie mich erregt, immer und überall. Es ist dann so, als käme ich zu mir nach Hause, ganz egal in welchem Hotelzimmer ich bin. Und egal, wer neben mir liegt, ob dick oder dünn, ob alt oder hässlich, ob sympathisch oder unsympathisch. Es dann Alexandras Stimme, die mich anfeuert,

tam ta ta ta ta tam tam, ta tam tam ta tam.

Diese brave Hermine verstand mich, wunderbarerweise. Sie wusste instinktiv, was das Lied für mich bedeutete. Sie sang es, während ich mich um sie bemühte.

Zigeunerjunge

Zigeunerjunge, Zigeunerjunge,

er spielte am Feuer Gitarre

tam ta ta ta ta tam tam, ta tam tam ta tam.

und ich sah sein Gesicht,

aber er sah mich nicht.

Ich schließe immer die Augen. Ich denke mir, auf diese Weise sieht auch Alexandra mich nicht. Sie ist so stark gewesen und ich bin so schwach. So gefügig, so käuflich, so billig. Ich beiße die Zähne zusammen und stecke meinen Zigeunerjungen hinein in die Höhle. Die Frauen stöhnen meistens. Hermine aber seufzte.

„Dawai, dawei, Iwan!“ Vielleicht macht es ihnen deshalb solches Vergnügen, mich Iwan zu nennen, weil ihre Väter, die sicher schon tot sind, im Krieg mit diesem Iwan gekämpft haben und weil es ein letztes Aufbegehren ist gegen diese Väter, die sie nicht vergessen können. Weil die sie drangsaliert haben oder gedemütigt, oder was weiß ich. Vielleicht haben sie sich auch immer nach der Liebe ihrer Väter gesehnt und nie welche bekommen, so ist das doch mit den Frauen. Ist einfach ihr Schicksal, immer um Liebe betteln zu müssen. Bei meiner Mutter, die in Akmolinsk begraben liegt, war das genauso.

Waren ja alle Soldaten damals, die Männer … (*)

Und jetzt liebkosen sie den einstigen Todfeind ihrer Väter und benehmen sich so, wie es der Vater nie geduldet hätte, und das macht sie heiß. So heiß. Und mein Zigeunerjunge müht sich und macht sich groß, und ich schicke ihn immer wieder hinein und hinaus, und sie ächzen und schwitzen und verdrehen die Augen.

Am andern Tag konnt ich nicht erwarten,

die fremden Zigeuner zu sehn.

tam ta ta ta ta tam tam, ta tam tam ta tam.

Aber ich durfte nicht gehen.

https://www.bing.com/videos/search?view=detail&mid=5CF814E58DEA407B72505CF814E58DEA407B7250&q=youtube Alexandra zigeunerjunge&shtp=GetUrl&shid=13b1fbb4-b7e0-43a8-b1e4-e23a3091501f&form=VDSHOT&shth=OVP.YsqukCthlHqSQeFWCfbR6wHgFo

Auch mein Zigeunerjunge darf nicht gehen, er muss bleiben, hart und spießig, ein Stängel, ein Schwert, ein Pfahl, um den sie ihr Inneres schließen, als wollten sie ihn für immer bei sich behalten. Es ist etwas Eigenartiges um Alexandras Lied, es hat einen Rhythmus, der drängt und verhält, und ich füge mich dem Takt und die Frauen tun mit und wir reiten gemeinsam. Ich versuche immer, sie oben zu halten, die Frauen, auf der Welle, die sie dann wohl spüren müssen. Wie ein Wellenreiter sollen sie dahinfliegen, die Welle muss scharf sein, aber sie dürfen nicht fallen vor der Zeit. Und dann schließen sie endlich die Augen und reiten mit mir, während ich an Alexandra denke und in ihrer unvergesslichen, ihrer unnachahmlichen Stimme bade wie Siegfried im dunklen Blut des Drachens. Ich bin unverwundbar dann, ihre Stimme ist meine Tarnkappe und mein Sieg.

Den Sieg über die Frauen brauche ich, denn Frauen reden so viel, untereinander, mit Freundinnen, mit Kolleginnen. Es ist ihre Weiterempfehlung, von der ich lebe.

nette, mollige, einsame Frauen (*)

Auch Hermine ist so zu mir gekommen. Erst war sie ganz schüchtern und schrecklich nervös. Sie trug ein braunes Kostüm, mit so einer Schluppenbluse, bei denen ich immer an Leihbibliotheken denken muss, weil die Bibliotheksleiterin in Akmolinsk so eine trug. Hermine tat sich nicht leicht mit ihrem Wunsch, sie ist mehrfach an mir vorbei gelaufen. Ganz so, als ob sie anderes im Sinn habe, einen wichtigen Geschäftstermin vielleicht. Aber ich weiß es genau, wenn eine mich sucht, ich habe das im Urin, die lange Erfahrung auf der Straße, könnte man sagen. Ich war froh, dass sie da war, denn ein langer Dünner mit fettigen Haaren hatte mich schon im Visier, und ich wusste genau, dass es einer von denen war, die streng sein wollen und quälen, ein Pedant, so wie der die Haare gescheitelt hatte. Natürlich lass ich mich quälen, wenn es das ist, was sie wollen, aber ich diene nicht gern. Man hat doch seine Würde als Mensch, nicht? Damit hat  Alexandra auch immer gehadert, das weiß ich, die Würde des  Menschen ist auch im Showgeschäft nicht leicht zu verteidigen. Alexandra hat gelitten, damals, kurz vor diesem schrecklichen Unfall. Sie war verzweifelt. Erst hetzte sie von Termin zu Termin, von Auftritt zu Auftritt und dann schauten die Männer sie an, als sei sie ein Stück Fleisch, das es zu verzehren gälte. Die Künstlerin, die sie war! Die lüsternen Augen, die sie verfolgt haben müssen, ihre Beine, ihr Busen, ihr wundervolles Haar! Genauso einer war der Dünne heute Abend, mit Augen die trüb von Gier waren, während seine Hände in der Hosentasche die schmutzigen Scheine befummelten. Dann doch lieber die mollige weiche Frau in dem braunen Kostüm.

„Iwan?“, hat sie schließlich gewispert und ich habe meine blauen Augen aufgeschlagen und sie sanft angeschaut, um ihr die Nervosität zu nehmen.

„Ich bin zärtlich“, habe ich geflüstert. „Vor mir brauchst du keine Angst zu haben.“

„Das sagt Irene auch“, hat sie leise gesagt und da wusste ich, dass wir zusammen zu ihr gehen würden. Eine Freundin von Irene war sie also, da hatte ich mit meiner Bibliotheksnummer gar nicht so falsch gelegen. Irene arbeitet in der Stadtverwaltung, Soziales, so sind wir zusammengekommen. Es sind ja immer die Frauen, die uns Straßenstricher retten wollen, mit warmem Tee und Fürsorge und Weiterbildungsangeboten und allem solchen Zeug. Ich machte das, was ich immer mache. Ich sang ganz leise, zwischen den Zähnen, so dass die anderen Jungen mich nicht hören konnten:

Sehnsucht sind die vielen heißen Tränen

Und die Hoffnung, die im Herzen schwingt

Sehnsucht liegt noch immer in den Tönen

Abends, wenn das alte Lied erklingt.

Hermine lauschte mit heißen Wangen. Sie riss am Reißverschluss ihrer Handtasche. Das tun sie immer, wenn die Preisverhandlungen anstehen. Oder drücken die Druckknöpfe auf und wieder zu. Oder sie drehen an den Schließen. Zerren am Schultergurt.

 „Das ist doch von Alexandra“, hat sie gesagt, und dann war die Sache geritzt. „Zweihundertfünfzig“, habe ich gesagt „Das ist günstig, nur für dich, weil du Alexandra kennst.“

„Ja“, hat sie gesagt. „Ich habe alle Platten von ihr, diese LPs, die du wahrscheinlich gar nicht mehr kennst. Wie alt bist du eigentlich?“

auf ihren ersten Plattenspieler war Hermine sehr stolz (*)

„Fünfundzwanzig“, habe ich gesagt. Das sage ich immer. Sie sollen keine Angst vor dem Jugendschutzgesetz bekommen.

Ich habe gedacht, kann sein, dass sie Alexandra kennt, so alt wie sie ist. Die haben damals alle Alexandra gekannt und gemocht, die war ja dauernd in den Charts und im Fernsehen und so. Ich kenne Filme von damals, die bei You Tube eingestellt sind. Habe sie tausendmal gesehen. Mehr gedacht habe ich nicht.

Wir haben dann die Nacht zusammen verbracht, wie gesagt. Es war nicht schlecht, es war nicht gut. Es war wie immer. Ich habe mir Mühe gegeben und Hermine war, so denke ich jedenfalls, zufrieden mit mir.

„Mein Freund, der Baum“, hat sie meinen Zigeunerjungen genannt und zärtlich am Schaft auf und ab gestreichelt. „Ich könnte das männliche Geschlecht doch noch lieben lernen..,“ hat sie geflüstert. „Jedenfalls, wenn es so hübsch wie deines ist.“ Das männliche Geschlecht – das klang wie aus einem Lehrbuch und ich habe grinsen müssen. Auf der Straße haben sie andere Ausdrücke dafür.

Dann  haben wir geschlafen. Sie mit der Hand um meinen Zigeunerjungen, der sich klein machte und schwach, und ihr schließlich entglitt. „Ich mag Alexandras Stimme so gern“, murmelte sie schon im Einschlafen und sang ganz leise, während sie meinen Zigeuner streichelte:

Ich wollt dich längst schon wiedersehn

Mein alter Freund aus Kindertagen

Ich hatte manches dir zu sagen

Und wusste, du wirst mich verstehn.

Als kleines Mädchen

Kam ich schon zu dir

Mit all den Kindersorgen

Ich fühlte mich bei dir geborgen

Und aller Kummer flog davon.

vielleicht auch so einer…vielleicht auch nicht (*)

Ich dachte mir meinen Teil. Dachte an Hermines Vater. Oder Großvater. Oder Onkel. Es sind ja immer die Väter oder Onkels, die sich an kleine Mädchen heranmachen. Und sie so verhunzen, dass sie sich später als Erwachsene die Liebe kaufen müssen. Schließlich sind wir eingeschlafen. Sie hat ganz leise geschnarcht. Viele Frauen schnarchen. Danach. Das macht der Wodka. Davor.

Am nächsten Morgen blitzt etwas in ihrer Hand. Bevor ich noch richtig wach bin, singt sie:

Mein Freund der Baum

Mein Freund der Baum ist tot.

Er fiel im frühen Morgenrot.

Und da fühlte ich plötzlich den Stich, begriff, sah Blut, mein eigenes Blut. Sie attackierte meinen Zigeunerjungen, mein Ein und Alles, meine Lebensgrundlage, meine Gegenwart, meine Zukunft.

es geht alles so schnell (*)

„Njet“, brüllte ich. „Njet!“ Aber sie hörte mich nicht. Ich riss ihr das Messer aus der Hand und stach zu. Nur einmal, aber ich traf genau in ihr Herz. Es glitt zwischen zwei Rippen hindurch wie Butter.

Und da liegt sie nun, bleich und tot. Und Alexandra? Die weiß von alledem nichts, die ist auch tot. Ein Unfall. Mit dem Auto auf einer Kreuzung im Norden. Aber ihre Stimme lebt.

„Ein Unfall, Hermine“, flüstere ich. „Verzeih. Ich habe es nicht gewollt. Ich musste Alexandra und meinen Zigeunerjungen verteidigen, das verstehst du doch?“

Aber Hermine kann nicht mehr antworten. Ich bin traurig, dass Alexandra wieder jemanden verloren hat, der sie liebte. Es werden immer weniger.

Ich tupfe das Blut vom Zigeunerjungen. Es ist ihr nicht gelungen, wirklichen Schaden anzurichten. Ich wickle ein Handtuch um meine Mitte und verlasse leise Hermines Haus. Sie hat kein Glück gehabt mit den Männern, die Arme.

Genauso wenig wie meine Alexandra.

***

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