David Shrigley und die Shriggles

Vor kurzem habe ich ein Buch von David Shrigley gekauft, dem britischen Zeichner, der mit seinen kindhaften (Zeichnung) und gleichzeitig altersweisen (Textzeile) Cartoons so oft den Wunsch in mir auslöst, heftig mit dem Kopf zu nicken. Es ist kein Déjà-Vu, sondern eine Einsicht, die einem just im gleichen Moment ereilt, in dem man sein Oevre betrachtet. Ich wollte mehr über diesen – zum teil urkomischen – Alltags-Philosophen wissen und habe deshalb sein Buch beschafft.

David Shrigley

Cartoons kann man nicht beschreiben, man muss sie zu sich nehmen. Im obigen Link sieht man ein paar von den neueren.

Was aber zusätzlich interessant war, war die Einleitung von Will Self. Er beschreibt darin einen Besuch bei seinem örtlichen Buchhändler, bei dem ihm ein Angestellter ein Manuskript zusteckt. (Wer selber schreibt, weiß nur zu gut, das dies nicht eben selten vorkommt.) Self studiert es und gibt es mit lobenden Worten zurück, äußert aber sein Unbehagen darüber, dass alles was er da zu lesen bekommen hat, dem Shrigleyschen Werk sehr ähnlich ist. Der Verfasser protestiert – er habe schon lange vor Shrigley seine Shriggles gemacht.

Ja, habe ich gedacht, genau. Ganz sicher stimmt das. Aber nur einer von den vielen vielen Alltagskünstlern bringt es eben zu Weltruhm.

Und wissen Sie, was dann passiert ist? Plötzlich tauchten überall

Shriggles

um mich herum auf, im Haus, am Strand, im Garten, auf der Straße. Einen davon habe ich heute mitgebracht:

Bikiniteile, gezeichnet.
Bikinis [privat]

Nichts ist allzu ernst zu nehmen. Komik (und Wahrheit) ist überall. Man muss sie nur sehen… Sie wollen Ihren Shrigley-Blick auch schulen? Hier rgehts zum Buch. Übrigens – gebraucht geht auch!

>direkt zu unseren Frivolini, die immer lustvoll und nie derb sind

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