Ein Restaurant deiner Wahl wäre möglich. Was würdest du deinen Gästen offerieren? Wir fragen unsere Männerrunde

Unsere Frauenrunde kennen Sie ja. Sie soll Sie unterhalten; und zwar mit Ansichten zu Themen, die vielleicht auch Sie gerade beschäftigen.

Nicht nur unter Corona haben wir erkannt, wie wichtig persönliche Unterhaltungen zu einzelnen Themen sind. Weil es aber physisch nicht immer geht, müssen wir uns online unterhalten, so zum Beispiel per eMail.

Wir wollen ab jetzt ab und an kurze Statements veröffentlichen, die uns unsere Leserinnen und Leser spenden. Wir fragen, sie antworten spontan. (Nicht unähnlich der Runde, die uns schon zum Thema Sinnlich sein oder werden ihre Ansichten spenden (zu finden unter den Frivolini).) Es geht nicht um Tiefschürfendes, sondern um ein paar Sätze, die uns verraten, wie jemand über eine gewisse Sache denkt.

Jetzt haben wir auch eine Männerrunde eingerichtet, die wir hier bereits vorgestellt haben.

Nessa fragt:

Ein Restaurant deiner Wahl wäre möglich. Was würdest du deinen Gästen offerieren?

Ich habe einmal um die Welt gelebt (Japan, Australien) und bin jetzt schon länger mit Familie in Berlin. Ansonsten unterstütze ich Softwareteams als Manager, wenn ich nicht gerade etwas Neues lerne. Neues zu lernen treibt mich an.

Ein Restaurant wäre mir viel zu aufwendig. Auch wenn ich bei uns der Wochenendkoch bin (unter der Woche ist meine Frau dran) und nur für zwei Tage planen muss, fällt es mir immer wieder schwer etwas neues zu finden. Und immer das Gleiche zu kochen könnte ich auch nicht. Zum Glück gibt es bei uns in der Nähe jede Menge internationale Geschäfte, bei denen man alle Zutaten für meine Lieblingsgerichte von Yotam Ottolenghi findet.

Viel lieber würde ich ein Hipster-Café aufmachen und Barista werden (am liebsten mit eigener Rösterei). Wenn man die Stadtgrenze von Berlin überschreitet, ist es nicht schwierig, ganze Landstriche zu finden, die mit gutem Kaffee unterversorgt sind. An einem See in der Nähe der Müritz wäre nicht schlecht…

Claus


Hier ist Michael aus Berlin und Zürich:

Ich bin Michael, promovierter Chemiker, aber schon seit über 20 Jahren in Zulassungsabteilungen verschiedener Pharma-Firmen. Als (ehemaliger) Forscher, bin ich immer noch extrem neugierig und lerne gerne jeden Tag etwas Neues dazu.

Was für eine schöne Frage!?!
Und hier meine Antwort:
Über dieses Thema habe ich tatsächlich schon häufiger nachgedacht und oft mit dem Gedanken gespielt, ein Restaurant zu eröffnen. Es ist ja auch sehr verlockend und befriedigend, wenn man Menschen mit seinen eigenen kulinarischen Kreationen glücklich machen kann.Eine Idee war, ein Café in Schweden zu eröffnen und meine verschiedenen “fikabröd” (Kanelbullar, Lussekatter, etc.) anzubieten. Letztes Jahr war ich kurz davor, dieses Abenteuer einzugehen, aber das Timing hat leider nicht gepasst. Ich bin ja leider noch nicht in Rente. ;-)Eine weitere Idee war, ein Restaurant in meiner Heimatstadt zu eröffnen, in dem man typische Hausmannskost anbietet, die leider mehr und mehr von den Speisekarten verschwindet. Allerdings bin ich auch realistisch genug, um zu wissen, dass das Eröffnen eines Restaurants nicht annähernd so romantisch ist, wie man sich das womöglich vorstellt. 

LG, Michael


Ein Restaurant deiner Wahl wäre möglich. Was würdest du deinen Gästen offerieren?

Hier ist Richie aus Stuttgart:

Mehr als 15 Jahre bin ich aus dem Berufsleben. Seitdem ist das Fotografieren meine wichtigste Beschäftigung geworden. Die Hauptthemen sind der Mensch, Landschaften und was sonst die Natur so bietet. Meine heutige Art zu fotografieren wurde sehr stark durch die vielen Kontakte mit Künstlern in den letzten 20 Jahren geprägt.

Es ist schon eine außergewöhnliche Frage. Deswegen musste ich eine gewisse Zeit nachdenken, um zu folgendem Ergebnis zu kommen:

Ich würde das Lokal an einer Küste eröffnen, um Fischessen in allen Variationen anzubieten. Es könnte die Nord- sowie die Ostsee sein.

Lg Richie


Hier ist Rolf aus Böblingen:

Ein Restaurant deiner Wahl wäre möglich. Was würdest du deinen Gästen offerieren?

Gesetzt, eine gute Fee würde mein Projekt finanzieren, dann möchte ich –
fußnah – ein Restaurant eröffnen, in dem man schon beim Eintritt durch die
Dekoration zu sommerlichen Urlaubsträumen angeregt wird – z.B. durch
einige sehr große, von hinten beleuchtete Sehnsuchtsfotos von griechischen
Inseln und mit dazu passender Einrichtung, 10 Tische mit je zwei Stühlen, die
man bei Bedarf auch zusammenschieben kann. Und dazu leise griechische
Musik mit Bouzouki und Gitarre.
In der Küche ein guter griechischer Koch, der mit seiner Frau und weiteren
Helfer*innen uns mit seiner Kunst sozusagen in einen Urlaub zu Hause
versetzt. Es gibt alles was man mag – abwechslungsreich und immer lecker.
Die Speisekarte entspricht in etwa der eines sehr guten griechischen
Restaurants in Deutschland, plus einige Gerichte, die sehr arbeitsaufwendig
sind und deswegen so gut wie nie hier angeboten werden, z. B. Ambelagoú
oder Galaktoboúreko.
Kalí Órexi –
Rolf


Ein Restaurant deiner Wahl wäre möglich. Was würdest du deinen Gästen offerieren?

Hier ist Roman aus Singapur:

Ich bin Roman, frischgebackener Vater, Produktmanager in Software und interessiert an allem Digitalem. Zur Zeit im fernen Singapur ansässig.

Ich habe viel Zeit in Korea verbracht und würde sagen, dass die koreanische Küche immer noch viel zu bekannt ist. Es gibt sie schon vereinzelt, aber so ein richtiges koreanisches Grillrestaurant mit Schweinebauch mit zig Beilagen und Eintopf aus fermentierten Sojabohnen wäre sicher ein Hit in Deutschland. Als Betreiber ist aber sicher alleine das Putzen eine höllische Arbeit.
Vielleicht dann doch lieber eine Bäckerei in Asien eröffnen. Meine Frau backt jetzt schon die tollsten Sauerteigbrote und ich übe mich an schwäbischen Brezeln. Das ist hier nichts Billiges, sondern etwas Besonderes. Da ist es auch okay, wenn man erst um 11 Uhr und nicht schon um 6 Uhr auf macht. 


Thanks you, regards, Roman


Ein Restaurant deiner Wahl wäre möglich. Was würdest du deinen Gästen offerieren?

Ich bin Norbert, Volkswirt, Wanderer zwischen den Welten, von Politik, Verwaltung bis Wirtschaft, und Asien, Afrika bis Schwarzwald.

Hier meine Antwort:

Ich würde gern im Schwarzwald einen historischen Gasthof mit Hotel haben, der am Bach liegt, mit Forellenzucht. Ich würde wenig Speisen anbieten, aber die selbst gekocht, Zutaten aus der Region. Typisch Heimisches wie Sauerkraut, Kartoffelpüree, Waldpilze, Lachsforellen, Bratkartoffeln, Würste, Rote Beete Salat, Zwiebelsuppe, Tatar mit Knoblauchbrot, Fischsuppe. Ich würde ein Lokalbier haben und eigenen Schnaps. Es gäbe einen Biergarten im Sommer, einen Bierkeller im Winter, und einen Hofladen.

Wohnen würde ich oben auf dem Berg, wo es hell ist, und man Aussicht hat, und nicht so schattig ist, wie unten im Tal, wo auch die Straße ist und das Restaurant, bei den lebenden und toten Fischen.

Liebe Grüße

Norbert


Vielen Dank, ihr Lieben! Jetzt habe ich Hunger bekommen und muss ganz schnell etwas essen. Und hernach vielleicht einen Espresso vom Barista!

Sie mögen unsere Runde? Dann folgen Sie ihr! Alle bisherigen Beiträge unserer Runde können Sie auf einer Seite nachlesen. Und wie wärs, wenn Sie mitmachten?

>Alle unsere Angebote auf einen Blick!

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