Ganz spezielle Postkarten, ganz besondere Postkarten

Karten schreiben, wenn jemand krank ist oder es ihm schlecht geht… das ist nicht eben neu oder originell. Briefe schreiben auch nicht. Und trotzdem: Eine Karte ist oft genau das Richtige:

  • nicht zu viel
  • und nicht zu wenig
  • schnell und unkompliziert
  • nicht virtuell,
  • sondern real
  • zum Immer-Wieder-Lesen
  • zum Zeigen
  • zum Aufstellen
  • ein ästhetischer Genuss
  • ein haptischer Genuss

Kurz, eine Postkarte kann mehr als viele andere Lösungen für das eine Problem tun: Es geht jemandem schlecht und man möchte ihn trösten, möchte seine guten Wünsche schicken, möchte seine Empathie zeigen, möchte aufmuntern.

Ganz spezielle, ganz besondere Postkarten

Die Künstlerin Emily McDowell kennt das Problem seit langem und nur zu gut: Sie hat mit zwanzig Krebs bekommen und jede Menge Fabrik-Karten, die ihr am Ende eher wehgetan haben als etwas anderes. Und deshalb hat sie ihre eigenen entworfen, für gewisse Momente des Lebens, in denen alles Vorgestanzte nicht genügt. Leider sind die im Internet zu sehenden Kunstwerke alle in englischer Sprache, aber wir übersetzen mal ein paar für Sie:

Briefe schreiben, Postkarten schreiben

Der Autorenexpress meint: Witzige Karten!

Ich weiß, ein Single zu sein am Valentinstag ist wirklich nicht witzig, aber es ist viel besser als mit einem Idioten auszugehen.

Oder, aus traurigem Anlass:

Hierfür gibts einfach keine Karte, die passt.Es tut mir so furchtbar leid.

Oder zum Muttertag:

Ich weiß schon, dass du nicht meine Mutter bist. Aber ohne dich wäre ich nichts, kein richtiger Mensch. Ich finde, du hast tatsächlich eine Muttertagskarte verdient.

Oder zum Geburtstag, nachträglich:

Verdammt, ich habe deinen Geburtstag vergessen. Ich jetzt so gerne eine wirklich tolle Entschuldigung. So eine wie: Ich habe Kätzchen aus einem alten Minenschacht retten müssen. Oder gefährdeten Jugendlichen Überlebenstechniken beibringen müssen. Aber in Wirklichkeit habe ich meine Zeit nur im Internet verdaddelt und dabei ein paar Snacks vertilgt. Also, was ich wirklich sagen will: Verzeih mir, dass ich so ein schlechter Freund war.

(Liebe Amy, ich hoffe, Sie erlauben die Veröffentlichung dieser Beispiele. Falls nicht, werde ich sie sofort entfernen.)

Und jetzt sehen Sie sich diese Postkarten genau an:

Es gibt sie bei bento zu sehen. Oder natürlich bei der Künstlerin selbst zu ordern. Eben habe ich die Kommentare dazu gelesen. Oha, den meisten gefallen sie nicht. Nun ja, über Geschmack lässt sich nicht streiten. Und dass eine selbst formulierte Karte am Ende immer am besten ist – geschenkt. Das kann eben nicht jeder, ganz egal, wie gerne er es möchte.

PS.: bei uns gibts auch ganz spezielle, ganz besondere Postkarten. Literarischer Art.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.