Unsere Frauenrunde kennen Sie ja. Sie soll Sie unterhalten; und zwar mit Ansichten zu Themen, die vielleicht auch Sie gerade beschäftigen.
Nicht nur unter Corona haben wir erkannt, wie wichtig persönliche Unterhaltungen zu einzelnen Themen sind. Weil es aber physisch nicht immer geht, müssen wir uns online unterhalten, so zum Beispiel per eMail.
Wir wollen ab jetzt ab und an kurze Statements veröffentlichen, die uns unsere Leserinnen und Leser spenden. Wir fragen, sie antworten spontan. (Nicht unähnlich der Runde, die uns schon zum Thema Sinnlich sein oder werden ihre Ansichten spenden (zu finden unter den Frivolini).) Es geht nicht um Tiefschürfendes, sondern um ein paar Sätze, die uns verraten, wie jemand über eine gewisse Sache denkt.
Jetzt haben wir auch eine Männerrunde eingerichtet, die wir hier bereits vorgestellt haben.
Manche Menschen haben innige Beziehungen zu einem Tier. Wie sieht das bei euch aus? Habt oder hattet ihr Haustiere?
Ich bin Michael, promovierter Chemiker, aber schon seit über 20 Jahren in Zulassungsabteilungen verschiedener Pharma-Firmen. Als (ehemaliger) Forscher, bin ich immer noch extrem neugierig und lerne gerne jeden Tag etwas Neues dazu.

Ich habe tatsächlich nie eine innige Beziehung zu einem Haustier gehabt. Aber wir hatten mal Wüstenrennmäuse und unsere Kinder hatten Meerschweinchen. Haustiere limitieren einen doch erheblich, wenn man mal in den Urlaub fahren will. Aufgrund meiner Allergie waren Katzen nie wirklich ein Thema. Wenn man älter ist (was ich wohl schon bin), wäre vielleicht ein Hund eine Option, da man dann gezwungen wäre sich zu bewegen.
Ich bin Norbert, Volkswirt, Wanderer zwischen den Welten, von Politik, Verwaltung bis Wirtschaft, und Asien, Afrika bis Schwarzwald.

Als Kind schenkten mir meine Eltern zu Ostern einen echten Osterhasen. Ein weißes Zwergkaninchen. Das war großartig für mich. Wir hegten und pflegten unseren Freund, ich musste jeden Tag den Stall säubern, manchmal reiste der Kleine im Auto mit in den Garten, einmal rette ich ihm das Leben. Er wurde sehr alt und begleitete mich durch meine Jugend. Später, mit der eigenen Familie, zogen wir in den Hasenweg. Selbstverständlich wohnten auch hier irgendwann zwei Hasen. Sie konnten draußen im Garten leben, kämpften und schmusten miteinander. Die ganze Familie kümmerte sich, beide sind friedlich eingeschlafen und ruhen würdig im Garten.
Ich bin Roman, frischgebackener Vater, Produktmanager in Software und interessiert an allem Digitalem. Zur Zeit im fernen Singapur ansässig.

Nein, bei uns kommen keine Tiere ins Haus. Im Gegenteil, wir müssen in Singapur eher schauen, dass sie draußen bleiben. Kakerlaken, Ameisen, Moskitos sind immer ein Thema. Ein paar schwarze Vögel schauen auch gerne mal in der Küche vorbei. Eine Fledermaus war auch schon mal im Haus. Das Schlimmste sind Ratten, aber da will ich mich gar nicht zurückerinnern. Und seit wir nahe einem Naturschutzgebiet leben, muss man hin und wieder die Fenster zumachen, wenn die Affen durch die Anlage ziehen.
Ich bin Rolf. Nach Uni-Studium (BWL, Mathe) beruflich als Software-Entwickler in D’land, Ostafrika, USA gearbeitet. Nach dem Beruf wieder ernsthaft Gitarre gespielt, die Welt bereist und in Künstlervereinigungen aktiv mitgearbeitet.

Ja, meine Eltern kauften uns drei Kindern ca. 1950 einen Familienhund. Ein Langhaar-Dackel von einem angesehenen Züchter. Drei Monate alt und noch nicht stubenrein. Mit einem adeligen Namen: „Asta von der Steinbrede“, den wir aber schlicht als zu umständlich ignorierten und den Hund nach einer uns bekannten Geschichte „Daschenka“ nannten. Rufname „Dascha“. Sie war sehr bald der Liebling der Familie, wurde sehr verwöhnt, machte alle Reisen mit, überstand eine Krebs-OP, und lebte 17 Jahre bei uns, ihrer Familie, länger als es für diese Rasse üblich ist. Heute bzw. seit einigen Jahren haben wir statt Haustiere nur noch „Terrassentiere“ – Alle hier noch existierenden Gartenvögel und auch Buntspechte, Eichelhäher, Amseln kommen zu unserem Vogelhäusle mit Körnerfutter, Meisenbällchen und Sultaninen und einem Vogelbad und Tränke. Im Blumenbeet der Terrassenbegrenzung steht ein Eichhörnchen-Futterkasten, aus dem sich jeden Tag die Eichhörnchen-Familie, die in der dicht überwucherten Kiefer ganz in der Nähe ihren Kobel hat, einige Walnüsse abholt. Es macht großen Spaß, wenn wir auf der Terrasse sitzen im Sommer und den Tieren zuzuschauen, die sich durch unsere Anwesenheit kaum stören lassen.
Habt Dank, ihr Lieben!
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