Ohne welches Küchengerät/Maschine/Utensil möchtest du nie sein und was ist dir das Wichtigste daran? Wir stellen unserer Frauenrunde diese Frage

Nicht nur unter Corona haben wir erkannt, wie wichtig persönliche Unterhaltungen zu einzelnen Themen sind. Weil es aber physisch nicht immer geht, müssen wir uns online unterhalten, so zum Beispiel per Email.

Wir wollen ab jetzt ab und an kurze Statements veröffentlichen, die uns unsere Leserinnen und Leser spenden. Wir fragen, sie antworten spontan. (Nicht unähnlich der Runde, die uns schon zum Thema Sinnlich sein oder werden ihre Ansichten spenden (zu finden unter den Frivolini).) Es geht nicht um Tiefschürfendes, sondern um ein paar Sätze, die uns verraten, wie jemand über eine gewisse Sache denkt. Wir wollen Dankbarkeit zeigen, Freundschaften pflegen und Familienzusammenhalt stärken, indem wir miteinander sprechen. Virtuell oder in echt!

Wir haben uns wieder getroffen – virtuell natürlich. Und dann uns – und die Männerrunde – mit folgender Frage beschäftigt:

Ohne welches Küchengerät/Maschine/Utensil möchtest du nie sein und was ist dir das Wichtigste daran?

Ich bin Kerstin, Betriebswirtin und mit Herzblut auch Biologin, Journalistin, Autorin. Mich interessiert alles, was Mensch und Tier am Leben hält – vor allem aber, wie sich die heimische Biodiversität erhalten lässt.

Kerstin: Küchenmaschinen nutze ich eigentlich nicht und kann gut darauf verzichten (bis auf ein Gerät, das Möhren wunderbar in Schnipselform zerkleinert). Auch bei der Zubereitung meines Essens setze ich überwiegend auf „handmade“. Daher könnte man wohl sagen: Mein kleines Küchenmesser spielt die größte und wichtigste Rolle – in meiner alten Heimat NRW manchmal Pitterken genannt. Scharf, mit Kante, immer zur Stelle und braucht keine Gebrauchsanleitung.


Hallo, ich bin Ines. Mit 18 Jahren war ich in der Stuttgarter Kunstakademie, seither bin ich das, was man Freischaffende Künstlerin nennt mit Schwerpunktthema „Mensch“. Froh bin ich über Literatur und glücklich, wenn ich ein schönes Buch in Händen halte

Ines: Ohne Herd wäre alles nix. Darum haben die alten Griechen eine Göttin des Herdes: Hestia, die älteste der drei Töchter des Kronos und der Rhea. Bei den Römern hieß sie dann Vesta. Nicht, daß ich bei jedem Kochvorgang ihrer gedenke, aber ich find es bemerkenswert, daß der Herd früher diese Bedeutung hatte. Wobei das damals wohl eher eine Feuerstelle war und ich bin froh, daß ich auf Herdplatten kochen darf und im Backofen braten.


Ich heiße Barbara und bin nach der Juristerei auf die Kunst gekommen. Eine Kunst, die zum Nachdenken und Loslassen anregen soll und die ich mit Leidenschaft betreibe.

Barbara: ich finde diese Frage sehr schwierig, weil es mehrere Utensilien in der Küche für mich gibt, die ich nie vermissen möchte. Ohne ein kleines Holzbrett kann ich mein Gemüse nicht schneiden. Schneiden kann ich wiederum nur mit einem Messer. Und da ich Kartoffeln, Gurken, Karotten und bald auch Spargel mit einem Sparschäler zu Leibe rücke, ist dieses Teil auch unverzichtbar. Und überhaupt brauche ich auch einen Topf, um beispielsweise meine Kartoffeln essbereit zu machen. Dazu brauche ich wiederum einen Herd. Wichtig für mich an diesen Utensilien ist, dass sie meine Ernährung sicherstellen.


Ich bin Lea, Altruistin, Misanthropin, halb freiberufliche Texterin und Übersetzerin für Leichte Sprache, halb Geschäftsführerin eines gemeinnützigen Vereins, ohne menschlichen Anhang, dafür wunderbar fest verbunden mit dem unglaublichsten Profiplüschtier der Welt, meiner Blindenführhündin Arzu.

Lea: generell bin ich keine Freundin von spezialisierten Gerätschaften in der Küche. Ich habe wenig Platz und hasse alles, was im Weg steht, daher habe ich nur das Nötigste und mag besonders die ganz simplen Werkzeuge, mit denen mensch so viel wie möglich einfach von Hand machen kann. Ein Gerät steht allerdings hier, das ich wirklich unverzichtbar finde, nämlich mein einfacher, billiger Standmixer. Den brauche ich allerdings nur, um Obst und Gemüse fürs Hundefutter zu pürieren, die Hunde bekommen selbstgemachtes Futter aus überwiegend geretteten Zutaten und den Gemüseanteil können sie nur verdauen, wenn mensch ihn entweder vorher kocht, einfriert oder eben püriert, damit die Zellstruktur der Pflanzen kaputt ist.


Mich kennen Sie natürlich. Ich bin Nessa Altura, die Betreiberin dieses Blogs. Und ich bin diejenige, die hier die Fragen stellt.

Nessa: ich könnte ohne meine meine (professionelle) Schneidemaschine nicht sein. Mit ihr schneide ich alles: halbgefrorenes Fleisch, wenn es dünne Scheiben sein sollen, Kartoffeln fürs Gratin, Rettiche für eine Rettichsalat, Kraut für einen Krautsalat (nur mit Speck genießbar!), Zwiebeln, Ananas und vieles mehr. und natürlich die normalen Schneideopfer wie Brot, Schinken und Wurst, Käse und Gemüse.


Habt Dank, ihr Lieben! Jetzt hab ich Hunger bekommen!

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