Was ist in den letzten Wochen passiert, das dich zuversichtlich stimmt? Wir stellen unserer Frauenrunde diese Frage

Nicht nur unter Corona haben wir erkannt, wie wichtig persönliche Unterhaltungen zu einzelnen Themen sind. Weil es aber physisch nicht immer geht, müssen wir uns online unterhalten, so zum Beispiel per eMail.

Wir wollen ab jetzt ab und an kurze Statements veröffentlichen, die uns unsere Leserinnen und Leser spenden. Wir fragen, sie antworten spontan. (Nicht unähnlich der Runde, die uns schon zum Thema Sinnlich sein oder werden ihre Ansichten spenden (zu finden unter den Frivolini).) Es geht nicht um Tiefschürfendes, sondern um ein paar Sätze, die uns verraten, wie jemand über eine gewisse Sache denkt. Wir wollen Dankbarkeit zeigen, Freundschaften pflegen und Familienzusammenhalt stärken, indem wir miteinander sprechen. Virtuell oder in echt!

Wir haben uns wieder getroffen – virtuell natürlich. Und dann uns – und die Männerrunde mit folgender Frage beschäftigt:

Was ist in den letzten Wochen passiert, das dich zuversichtlich stimmt?

Hier ist Kerstin aus Renningen:

Ich bin Kerstin, Betriebswirtin und mit Herzblut auch Biologin, Journalistin, Autorin. Mich interessiert alles, was Mensch und Tier am Leben hält – vor allem aber, wie sich die heimische Biodiversität erhalten lässt.

Mich stimmt vor allem der Frühling zuversichtlich. Kleine Momente, etwa ein Sonnenstrahl am Morgen, das Singen der Vögel oder eine Hummel beim Nektarsammeln auf Balkonien helfen im Alltag sehr, dann kann der Tag gar nicht so schlimm werden.
Zuversicht weckt sicherlich auch, dass sich weltweit immer wieder Millionen von Menschen für Vielfalt, Gleichberechtigung und Demokratie einsetzen.
Außerdem sind die ersten AbonnentInnen meines neuen Newsletters „Tierisch Vielfältig!“ wahre Glücksbooster (der Start war Anfang Mai). Sie machen mir Mut, weiter an meinem Herzensprojekt zu arbeiten und das große Thema Biodiversität mutig anzugehen.


Was ist in den letzten Wochen passiert, das dich zuversichtlich stimmt?

Hier ist Ines aus Böblingen:

Hallo, ich bin Ines. Mit 18 Jahren war ich in der Stuttgarter Kunstakademie, seither bin ich das, was man Freischaffende Künstlerin nennt mit Schwerpunktthema „Mensch“. Froh bin ich über Literatur und glücklich, wenn ich ein schönes Buch in Händen halte

Zuversichtlich stimmt mich, daß der hiesige Kunstverein einen neuen Vorstand hat und nicht abgewickelt werden muß. Außerdem hat sich eine alte Freundschaft neu belebt, auch das ist ein Lichtblick. Wenn ich aber weiter blicke ins Weltgeschehen, sehe ich statt Licht mehr Finsternis. Und so bleibt uns nichts anderes, als das Umfeld möglichst freundlich mit zu gestalten.
In diesem Sinne schöne Grüße von mir in die Runde,
Ines


Hier ist Barbara aus Fürth:

Was ist in den letzten Wochen passiert, das dich zuversichtlich stimmt?

Ich heiße Barbara und bin nach der Juristerei auf die Kunst gekommen. Eine Kunst, die zum Nachdenken und Loslassen anregen soll und die ich mit Leidenschaft betreibe.

Liebe Nessa, dieses Mal leider nicht dabei, zuviel zu tun!


Hier ist Lea aus Aachen:

Was ist in den letzten Wochen passiert, das dich zuversichtlich stimmt?

Ich bin Lea, Altruistin, Misanthropin, halb freiberufliche Texterin und Übersetzerin für Leichte Sprache, halb Geschäftsführerin eines gemeinnützigen Vereins, ohne menschlichen Anhang, dafür wunderbar fest verbunden mit dem unglaublichsten Profiplüschtier der Welt, meiner Blindenführhündin Arzu.

Liebe Nessa,

Weltpolitisch stimmt mich gar nichts zuversichtlich, aber einen kleinen Zuversichtsschwung habe ich gerade gespürt, als Dein neues Onlineformular für die Antworten auf die Monatsfragen barrierefrei funktionierte. Google Docs waren bisher immer komplett unzugänglich, das scheint sich tatsächlich zu ändern, obwohl auf das Gesamt-Internet bezogen noch immer eher ein Rollback in Richtung Unzugänglichkeit zu verzeichnen ist.

Lea



Hier ist Nessa aus Böblingen:

Was ist in den letzten Wochen passiert, das dich zuversichtlich stimmt?

Mich kennen Sie natürlich. Ich bin Nessa Altura, die Betreiberin dieses Blogs. Und ich bin diejenige, die hier die Fragen stellt.

Im letzten Brandeins-Heft, welches mein Lieblingsmonatsmagzin ist, hat die Zukunfts- und Konfliktforscherin Florence Gaub meine Zuversicht gestärkt. Sie meint, dass sie wenig Sorge um die Demokratie habe, was auf ihrer Einschätzung der Anpassungsfähigkeit und Widerstandskraft demokratischer Systeme beruht. Insgesamt gebe es jetzt mehr demokratische Länder als früher und keines davon (außer Russland !!!) wolle diese Regiergungsform ändern.

*Die Offenheit der Demokratie – ihre Fähigkeit, Andersdenkende auszuhalten – sei keine Schwäche, sondern ihre größte Stärke. Demokratien erlaubten Wandel ohne Gewalt, Protest ohne Repression, Kritik ohne Angst. Die Würde der Demokratie liege im Aushalten der Gegensätze, in der Fähigkeit zur Selbstkorrektur und in der Kraft zur Erneuerung durch Beteiligung. Die größte Gefahr für die Demokratie sei nicht Kritik, sondern Gleichgültigkeit. Demokratie sei nie fertig, sondern ein Versprechen an uns alle.*

*bei der Zusammenfassung ihrer Thesen hat mir Perpexity (KI) geholfen.

Ja, das hat mich zuversichtlich gestimmt!

Nessa, die versuchen will, Gleichgültigkeiten zu bekämpfen


Danke an euch, ihr Lieben, für die Antworten. Jetzt im Formular, an das ich mich selbst erst gewöhnen muss. Wie schön, Lea, dass es barrierefrei funktioniert. Und ja, es erleichtert die Arbeit tatsächlich, merci, Administrator!

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