Wenn du an deine Mutter denkst – welchen Gedanken oder welche Verhaltensweise oder  Maxime hast du von ihr übernommen? Und bis heute beibehalten? Wir stellen unserer Männerrunde diese Frage

Unsere Frauenrunde kennen Sie ja. Sie soll Sie unterhalten; und zwar mit Ansichten zu Themen, die vielleicht auch Sie gerade beschäftigen.

Nicht nur unter Corona haben wir erkannt, wie wichtig persönliche Unterhaltungen zu einzelnen Themen sind. Weil es aber physisch nicht immer geht, müssen wir uns online unterhalten, so zum Beispiel per eMail.

Wir wollen ab jetzt ab und an kurze Statements veröffentlichen, die uns unsere Leserinnen und Leser spenden. Wir fragen, sie antworten spontan. (Nicht unähnlich der Runde, die uns schon zum Thema Sinnlich sein oder werden ihre Ansichten spenden (zu finden unter den Frivolini).) Es geht nicht um Tiefschürfendes, sondern um ein paar Sätze, die uns verraten, wie jemand über eine gewisse Sache denkt.

Jetzt haben wir auch eine Männerrunde eingerichtet, die wir hier bereits vorgestellt haben.

Wenn du an deine Mutter denkst – welchen Gedanken oder welche Verhaltensweise oder  Maxime hast du von ihr übernommen? Und bis heute beibehalten?

Ich bin Michael, promovierter Chemiker, aber schon seit über 20 Jahren in Zulassungsabteilungen verschiedener Pharma-Firmen. Als (ehemaliger) Forscher, bin ich immer noch extrem neugierig und lerne gerne jeden Tag etwas Neues dazu.

bei dieser Frage muss ich lange nachdenken. Meine Mutter ist leider schon lange tot. 

Meine Eltern wollten immer, dass wir (mein Bruder und ich) es einmal „besser“ haben. Aber ganz speziell war das meiner Mutter wichtig. Ich habe viel darangesetzt, ihren Wunsch zu erfüllen. Leider hat sie es nicht mehr miterleben dürfen, wie ich 1989 meine Promotion abgeschlossen habe und einen guten Job bei Schering bekomme habe. Sie wäre sicherlich vor Stolz geplatzt. Wenn ich heute, wo ich Rentner bin, zurückschaue, dann habe ich es definitiv erreicht, ein „besseres“ leben zu haben. 

Ich bin meinen Eltern dafür sehr dankbar.

Vermutlich habe ich viele kleine „Macken“, die meine Mutter schon hatte, die mir aber gar nicht bewusst sind. 

Liebe Grüsse,

Michael


Hier ist Norbert aus Sindelfingen:

Wenn du an deine Mutter denkst – welchen Gedanken oder welche Verhaltensweise oder  Maxime hast du von ihr übernommen? Und bis heute beibehalten?

Ich bin Norbert, Volkswirt, Wanderer zwischen den Welten, von Politik, Verwaltung bis Wirtschaft, und Asien, Afrika bis Schwarzwald.

Die Frage ist nicht einfach für mich, weil meine Mutter und ich grundverschieden sind. Das ja manchmal in den Familien oder in der Verwandtschaft so, dass man zwar genetische Gemeinsamkeiten hat, aber eben überhaupt nicht „geistesverwandt“ ist.

Eine Maxime gibt es dann doch, die ich von meiner Mutter übernommen habe: das Nichtrauchen. Ihre Mutter, unsere Oma, war Kettenraucherin und ist dann auch an Bauchspeichelkrebs gestorben, und daher war meine Mutter immer gegen das Rauchen.

Ich habe das übernommen. Bei anderen stört mich das Rauchen nicht, ich kann auch Rauch riechen, aber ich mache es nicht. Weil es so ungesund ist.

Beste Grüße

Norbert


Hier ist Roman aus Singapur:

Wenn du an deine Mutter denkst – welchen Gedanken oder welche Verhaltensweise oder  Maxime hast du von ihr übernommen? Und bis heute beibehalten?

Ich bin Roman, frischgebackener Vater, Produktmanager in Software und interessiert an allem Digitalem. Zur Zeit im fernen Singapur ansässig.

So sorgt man für Abwechslung bei Tischgesprächen: Immer mal wieder etwas erzählen, was einem kürzlich widerfahren ist, ohne dass man zu vorherigen Themen Bezug nehmen muss und ohne dass man direkt eine Antwort erwartet. Das regt die Runde einfach an, sich gedanklich mit neuen Dingen zu befassen und auszutauschen.


Hier ist Rolf aus Böblingen:

Wenn du an deine Mutter denkst – welchen Gedanken oder welche Verhaltensweise oder  Maxime hast du von ihr übernommen? Und bis heute beibehalten?

Das ist ja mal eine interessante Frage, dachte ich, als ich die Mail las.
Mir fiel aber nicht gleich eine Antwort dazu ein. Und jetzt – Tage später – ist
es nicht besser. Es ist alles so lange her. Im Elternhaus dauernd gelebt
habe ich ja nur bis zum Ende der 10. Klasse. Danach ab 1953 nur noch
wochenweise in Ferienzeiten von Landschulheim und Universitäten bis 1961.
Meine Eltern waren ziemlich verschieden – Vater intellektuell und schnell,
Mutter aus bäuerlichem Umfeld, gute Hauptschule, sehr liebevoll, naturnah
und praktisch veranlagt. Irgend welche erkennbaren Verhaltensweisen
habe ich wohl von beiden nicht übernommen. Nur was man allgemein als
vererbt bezeichnet.
Da ich von Anfang an mehr ein „Vaterkind“ war und meistens seiner
Meinung zustimmte, habe ich wohl von meiner Mutter nur ein
gewisses handwerkliches Geschick übernommen, denke ich, da
mein Vater das überhaupt nicht hatte. Von ihm kommt wohl eher das
sachliche, mathematisch/kaufmännische Denken, dass für Berufe in der
Software-Entwicklung ja unerlässlich ist.

 Rolf


Habt Dank, ihr Lieben. Wie schade, dass die meisten Mütter das nicht mehr lesen können…!

Sie mögen unsere Runde? Dann folgen Sie ihr! Alle bisherigen Beiträge unserer Runde können Sie auf einer Seite nachlesen. Und wie wärs, wenn Sie mitmachten?

>Alle unsere Angebote auf einen Blick!

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