Fridays for Future: Bienen retten

Immer mal wieder Freitags wollen wir uns hier Gedanken zum Thema machen. Der Klimawandel – was bedeutet er für uns in Deutschland? Was können wir tun, um die Folgen zu mildern? Oder das 1,5 °C Ziel zu erreichen? (Das haben wir womöglich schon.) Oder doch eher das 2 °C Ziel. Oder das 2,5°C Ziel?

Wer hierzu Vorschläge hat, kann sich gerne melden. Wir nehmen alles, was uns sinnvoll erscheint , auf – und sei es eine ganz bescheidene Idee. Alles, was in die richtige Richtung weist, soll uns willkommen sein. Es soll eine Gedankensammlung werden, kein fertiger Handlungskatalog.

Bisher haben wir über Sedum-Busstops geschrieben, über Extra-Fahrspuren gesprochen und über eine Helikopter Taskforce gegen Waldbrände, gerne auch europäisch organisiert. Die jetzt auftretenden Waldbrände am Amazonas lassen uns noch raumgreifender über Brandschutz international nachdenken.

Heute: Bienen retten ist viel mehr als man denkt.

Bienen sind sind wichtig, klar. Ohne Bienen und Hummeln gäbe es (fast) keine Pflanzenbestäubung und ohne Pflanzenbestäubung gäbe es (fast) keine Früchte, Feldfrüchte und klassisches Obst.

Fridays for Future: Bienen retten

Fridays for Future: ein Bienenschwarm, eine Biene groß und scharf im Vordergrund
[unsplash] Bienen sind tatsächlich seltener geworden

Man hat schon viel gelesen über die Gründe, die unsere Bienenvölker weltweit belasten – die Varroa-Milbe, die Überzüchtung, die Agrarnutzung, der Stress, die Insektizide und anderes. Darunter auch der Klimawandel. Er führt dazu, dass die Nahrungsquelle der Bienen, die Blüher, früher oder anders auftreten als bisher. Die Bienen werden sich umstellen, aber ob sie das rechtzeitig schaffen? Und: Werden wir es auch rechtzeitig schaffen?

Fridays for Future: Was für Bienen gut ist, ist auch für die Artenvielfalt gut

Was für Bienen gilt, gilt auch für andere Insekten. Wer AutofahrerIn ist, merkt es schon lange: Während früher die Windschutzscheiben fast bei jedem Tanken gesäubert werden mussten, weil so viele tote Insekten daran klebten, braucht das heute nicht mehr oft zu tun.

Fridays for Future: Was die Bayern und die Schwaben können, können auch wir

In Bayern und demnächst auch in Baden-Württemberg haben BürgerInnnen Volksbegehren unterstützt, die von der Politik Maßnahmen verlangen, die die Artenvielfalt unterstützen.

Fridays for future: ein Kornfeld, über dem sich zwei Männer die Hand geben
[unsplash] Tatsächlich kein Mohn, keine Kornblume – alles ultra sauber und rein und den Landwirt freuts. Die Bienen aber nicht.

Auf unseren Radtouren durch Bayern ist es schon sichtbar geworden: Überall gab es blühende Wiesenraine und Grasstreifen, die von Bienen und Hummeln umsummt wurden. Und immer mal wieder auch eine Wiese, die nicht gemäht worden war – inzwischen ein eher seltener, wohlduftender und farbiger Anblick!

Fridays for Future: Bienen füttern!

Auch wir können mehr tun, als nur ein Kreuzchen zu machen. Wir können unsere nahe Umgebung daraufhin untersuchen, ob es freie Flächen, auch wenn sie noch so klein sind, gibt, die man mit Wiesenblumen besäen könnte. Wichtig wäre es, nicht Frühjahrsblüher auszusäen, sondern Sommerwildblumen. Die Bienen finden nämlich aufgrund der wärmer werdenden Frühlingsmonate ausreichend Futter, eng aber wird es ab Juli, wenn die Wiesen gemäht sind. Die besten Bienenweiden sind im Internet nachzulesen…

Keine große Hilfe sind viele Blumengärten, weil viele der exotischen Pflanzen, die wir wegen ihrer Farbenpracht so lieben, kein Futter geben. Bei der nächsten Pflanzung im Herbst bitte darauf achten!

Wer selbst keinen Garten hat und auch keinen Balkon, der könnte sich mit diesen Blühstäbchen bewaffnen. Oder gleich Bomben werfen!

>Alle unsere Angebote auf einen Blick!

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