Freitags im Autorenexpress: Echte Preise

Freitags im Autorenexpress: Echte Preise

Immer mal wieder Freitags wollen wir uns hier Gedanken zum Thema machen. Der Klimawandel – was bedeutet er für uns in Deutschland? Was können wir tun, um die Folgen zu mildern? Die Politik ist zaghaft, wagt es nicht, ihre Bürgerinnen und Bürger wirklich zu fordern. Alles soll unmerklich geschehen….

Merken werden wir es aber später. Und zwar deutlich. Wir müssen unser konsumorientiertes Leben ändern. Wir sollten nicht glauben, dass wir untätig bleiben können, nur weil die Politik sich so verhält. Es ist wie mit der Krankenkasse: Was sie nicht im Katalog hat hat und bezahlt, das tun wir nicht für uns und unseren Körper. So zu denken heißt Verantwortung abzuschieben.

Richtig ist vielmehr: Wir können selber tun, was wir für angebracht halten. Auch ohne Anordnung und Vorschrift. (Manchmal allerdings besser mit.)

Hier sollen Dinge, die wir selber tun können, genannt werden. Genauso wie Dinge, die nur ein Staat anordnen kann. Im fröhlichen Wechsel… die Klimakrise ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass wir alle Register ziehen müssen.

Wer hierzu Vorschläge hat, kann sich gerne melden. Wir nehmen alles, was uns sinnvoll erscheint , auf – und sei es eine ganz bescheidene Idee. Alles, was in die richtige Richtung weist, soll uns willkommen sein. Es soll eine Gedankensammlung werden, kein fertiger Handlungskatalog. Übrigens: Wir haben die Überschrift geändert, weil wir keine Markenschutz-Probleme bekommen wollen.

wahre preise: Käse
alles Käse? (*)

Freitags im Autorenexpress: Echte Preise = True Costs

Ausgerechnet der Discounter Penny hat es gewagt: In einem ausgesuchten Laden in Berlin Spandau hat er die echten Preise, die sogenannten True Costs, hinter die üblichen Lebensmittelpreise geschrieben. Penny nennt dieses Ladengeschäft Nachhaltigkeits-Erlebnismarkt. Zu den true Costs zählen

  • Folgekosten des Konsums wie
  • Energieverbrauch in den Lieferketten
  • CO2- Anfall
  • nicht aber: Tierwohl

Sicher ist es im Einzelnen nicht eben leicht, diese Folgekosten zu ermitteln. Die Universität Augsburg hat geholfen – am Ende aber konnten nur wenige Lebensmittel so ausgewiesen werden. Natürlich mussten der Kunde oder die Kundin nicht die echten Preise an der Kasse bezahlen, sondern nur die normal üblichen. Aber auf diese Weise ist eben doch manchem aufgefallen, dass wir uns alle belügen und betrügen: Unser Konsum kommt die Umwelt viel teurer zu stehen, als wir wahrhaben wollen.

Sähen wir die wahren Kosten öfter, würden wir vielleicht manches nicht mehr so leichtfertig in den Plastikbeutel stecken…und auf alle Fälle öfter zu ökologisch achtsam produzierten Bio-Produkten greifen. Da nämlich fallen die True Costs meistens geringer aus.

Penny: “Der Verkaufspreis der acht konventionell erzeugten Lebensmittel Apfel, Banane, Kartoffel, Tomate, Mozzarella, Gouda, Milch und gemischtem Hackfleisch pro Kilogramm müsste nach der Auswertung um durchschnittlich rund 62 Prozent steigen. Das seien 2,30 Euro mehr pro Kilogramm. Bei den Alternativen aus ökologischem Landbau würden die Mehrkosten rund 35 Prozent oder von 2,28 Euro pro Kilogramm betragen. Die Verzehrgewohnheiten berücksichtigt ergäbe sich ein Zuschlag von 52 Prozent für konventionell erzeugte und 32 Prozent für ökologische Waren.

wahre Preise: Hackfleich
Hackfleisch – ein oft gekauftes Produkt, das viel zu billig angeboten wird (*)

Bild(er) von unsplash (*) oder wikimedia commons (**) oder selbst geschossen (***), useum (****)danke!

Fridays for Future – so lautet das vorangestellte Motto. Weil dieser Begriff aber nun markenrechtlich geschützt ist, heißt unser Beitrag Freitags im Autorenexpress. Auf einer Extra-Seite sammeln wir alle Überlegungen dazu.

Bild(er) von unsplash (*) oder wikimedia commons (**) oder selbst geschossen (***), useum (****)danke!

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