Wie sich selbst belohnen? Wir fragen unsere Männer-Runde

Unsere neue Runde: Männer!

Unsere Frauenrunde kennen Sie ja. Sie soll Sie unterhalten; und zwar mit Ansichten zu Themen, die vielleicht auch Sie gerade beschäftigen.

Nicht nur unter Corona haben wir erkannt, wie wichtig persönliche Unterhaltungen zu einzelnen Themen sind. Weil es aber physisch nicht immer geht, müssen wir uns online unterhalten, so zum Beispiel per eMail.

Wir wollen ab jetzt ab und an kurze Statements veröffentlichen, die uns unsere Leserinnen und Leser spenden. Wir fragen, sie antworten spontan. (Nicht unähnlich der Runde, die uns schon zum Thema Sinnlich sein oder werden ihre Ansichten spenden (zu finden unter den Frivolini).) Es geht nicht um Tiefschürfendes, sondern um ein paar Sätze, die uns verraten, wie jemand über eine gewisse Sache denkt.

Jetzt haben wir auch eine Männerrunde eingerichtet, die wir hier bereits vorgestellt haben.

Nessa fragt:

Ihr Lieben,
immer einmal wieder ist es so weit: Man hat Grund, sich selbst zu belohnen (wenn es schon kein anderer tut). Was also tut ihr oder gönnt ihr euch, wenn ihr euch selbst belohnen wollt?

Nessa

Hier ist Michael aus Berlin und Zürich:

Ich bin Michael, promovierter Chemiker, aber schon seit über 20 Jahren in Zulassungsabteilungen verschiedener Pharma-Firmen. Als (ehemaliger) Forscher, bin ich immer noch extrem neugierig und lerne gerne jeden Tag etwas Neues dazu.

Wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr eine Belohnung verdient habt und euch etwas Gutes tun wollt, was wäre das?

Wiedermal ein wunderschöne Frage!

Bei mir gibt es da zwei Kategorien. Erstens, die kleinen Belohnungen. Wenn der Arbeitstag anstrengend und erfolgreich war, dann gönne ich mir zum Feierabend ein Glas guten Whisky oder Gin. Und hier und da mal die exquisiten Truffes du Jour von Sprüngli. Sündhaft teuer, aber es lohnt.
Größere Belohnungen sind eher selten, da sie ziemlich kosten-intensiv sein können. Vor vielen Jahren habe ich mich mal mit einer Ovation Adamas (Akoustik-Gitarre) belohnt. Nicht ganz preiswert, aber meine Black Beauty macht mir heute noch viel Freude.

Hier ist Roman aus Singapur:

Ich bin Roman, frischgebackener Vater, Produktmanager in Software und interessiert an allem Digitalem. Zur Zeit im fernen Singapur ansässig.

Wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr eine Belohnung verdient habt und euch etwas Gutes tun wollt, was wäre das?

Da werfe ich mich mit einer Tafel Ritter Sport Schokolade (hier in Singapur gut vertreten) auf’s Sofa und lese ein oder zwei längere Artikel aus meiner News/Blog Reader App, für die sonst am Tag die Zeit fehlt.

Hier ist Otto aus dem Schwarzwald:

Ich bin Otto. Pensionierter Kardiologe, leidenschaftlicher Fliegenfischer, Schwammerlsucher und Hobbykoch.

Wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr eine Belohnung verdient habt und euch etwas Gutes tun wollt, was wäre das?

Mir fällt nur etwas Lukullisches ein. Wenn ich mich belohnen will, tauche ich in die Tiefen meines Eis- und Gefrierschranks. Dort hab ich entweder Pilze – frisch oder eingefroren – und in jedem Fall Kutteln. Die mögen ja nicht viele Menschen, aber mir tun sie immer gut. Entweder nach Zürcher Art, oder schwäbisch oder à la Italia.

***

Hier ist Norbert aus Sindelfingen:

Ich bin Norbert, Volkswirt, Wanderer zwischen den Welten, von Politik, Verwaltung bis Wirtschaft, und Asien, Afrika bis Schwarzwald.

Wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr eine Belohnung verdient habt und euch etwas Gutes tun wollt, was wäre das?

Einen Ausflug ins Freie, je nach Saison, im Sommer ans Wasser, ein Spaziergang in der Sonne am Meer mit einem Picknick am Strand, im Frühjahr und Herbst auf den Genießerpfaden des Schwarzwalds wandeln.

***

Und hier ist Rolf aus Böblingen:

Ich bin Rolf. Nach Uni-Studium (BWL, Mathe) beruflich als Software-Entwickler in D’land, Ostafrika, USA gearbeitet. Nach dem Beruf wieder ernsthaft Gitarre gespielt, die Welt bereist und in Künstlervereinigungen aktiv mitgearbeitet.

Wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr eine Belohnung verdient habt und euch etwas Gutes tun wollt, was wäre das?

Den konkreten Gedanken, eine Belohnung verdient zu haben, hatte ich noch nie. Aber bei positiver Einstellung zum Leben hat man doch das Gefühl, daß das Leben auch Spaß machen sollte. Deswegen –
Wenn ich eine schwierige Aufgabe oder Arbeit für mich – nicht für andere
Menschen – aus eigenem Antrieb begonnen und erfolgreich beendet habe,
oder wenn ich vielleicht eine Art Trost brauche – so wie als Kind – für einen
Verlust oder eine Enttäuschung, dann könnte ich vielleicht auf die Idee kommen, dass ich mir jetzt mal was Angenehmeres gönnen könnte.
Das würde bei mir, der ich nicht mehr so viele Bewegungsmöglichkeiten habe, vermutlich nur zu einem guten Essen beim Griechen oder Chinesen oder zu einem Theater-, Kino- oder Museumsbesuch führen.
Aber „gut Essen gehen“ tue ich natürlich auch ohne konkretes Belohnungs- oder Trostbedürfnis. Denn Spaß (s. o.) sollte das Leben schon noch machen.
Trotz des Spruchs „Alles was Spaß macht, ist entweder zu teuer oder unanständig oder macht dick“.


***

Herzlichen Dank, ihr Lieben.

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