Das Kino – was bedeutet es euch? Was sagt unsere Runde dazu?

Wir haben uns wieder getroffen – virtuell natürlich und uns, während draußen der Regen gegen die Scheiben schlägt, Gedanken zum Thema Kino gemacht:

Nessa fragt: Was bedeutet euch Kino? Wie oft geht ihr? Hat sich da über die Jahre etwas geändert?

Das Kino – was bedeutet es euch?

Ich bin Anne, Mathematikerin und Lebenskünstlerin aus Passion mit einem Technikfaible und ewiger, grenzenloser Neugierde.

Anne sagt:

Ihr Lieben!
War erst am Samstag im Kino und hab Porgy und Bess aus der Met live gesehen.  Es war grandios. Diese live Opernaufführungen liebe ich sehr. Sie kommen aus NY, Mailand, Bayreuth oder London.Und werden live in über 70 Länder übertragen.—
Kino ist eine eindrucksvollere Darstellung als Fernsehen oder am Computer. Ich möchte das nicht missen. Aber die Opern und Ballettübertragungen sind das absolute Highlight. Am 11.4. kann man die Netrebko erleben, live mit Interview.
Viele liebe Grüße von Anne 

Cinema – was bedeutet es euch?

Ich heiße Barbara und bin nach der Juristerei auf die Kunst gekommen. Eine Kunst, die zum Nachdenken und Loslassen anregen soll und die ich mit Leidenschaft betreibe.

Barbara sagt:

Liebe Nessa, eine kleine Antwort heute nur, weil ich familiär gerade sehr ausgelastet bin.   Ja 1963 wo ich zum ersten Mal ins Kino durfte und den Teufel mit den goldenen Haaren sah. Schloss Linderhof, den Ort der Filmarbeiten, konnte ich – wie immer ersehnt –  vor einigen Jahren  besuchen. Als Jugendliche ging ich selten ins Kino,weil dafür kein Geld da war. Wunderbar dann die Besuche im Aki  (Aktualitätenkino)im Hauptbahnhof in Nürnberg als Jugendliche. Eine Stunde lang genoss ich vor allem Trickfilme,die ich heute noch gerne gucke.   Ja, ich gehe nach wie vor gerne ins Kino. Ich mache mich stadtfein, suche am Bildschirm meinen Platz aus und kaufe- nicht zu vergessen- Popcorn. Ich bin mitten unter Leuten und fühl mich so wohl.   In diesem Sinne alles Liebe und viel Popcorn  
Barbara

Die Leinwand – was bedeutet sie euch?

Ich bin Eva und habe einst Jura studiert und schreibe heute für Brot und die Kunst. Damit verhelfe ich Anwaltskanzleien zu erfolgreichem Marketing und meinen Blog- und Buchleserinnen hoffentlich zu dem einen oder andern Aha-Erlebnis.

An einem entscheidenden Punkt meines Lebens waren Kinofilme ein wichtiger Katalysator. Genaugenommen das Schorndorfer “KoKi”, also das kommunale Kino, in das ich mit 15, 16 fast wöchentlich gegangen bin und wo ich gelernt habe, dass es möglich und schön ist, Gefühle zu zeigen. Meine Freundin Ulrike, mit der ich bis heute befreundet bin, saß neben mir und hat wahlweise Rotz und Wasser geheult oder sich lauthals kaputt gelacht und mich am Arm gehabt. So habe ich, die als älteste Schwester immer sehr ernsthaft und vor lauter Verantwortungsbewusstsein etwas gehemmt war, nach und nach gelernt, meine eigenen Gefühle wahrzunehmen und zuzulassen. “Harold & Maude”, “Die Kinder des Olymp”, die “Blues Brothers”, ” Clockwork Orange” und “Dirty Dancing” haben dabei eine wichtige Rolle gespielt.

Heute gehe ich eigentlich nur zwei bis drei Mal pro Jahr ins Kino, konsumiere aber viele Kinofilme über Amazon Prime oder YouTube, nachdem ich die Filmkritiken in der Süddeutschen Zeitung oder im Internet gelesen habe.

Das Kino – was bedeutet es euch?

Ins Kino geh ich nur sehr gelegentlich. Es gibt tolle Filme – Besonders eindrücklich fand ich den über Public Library in New York – und da wird schon deutlich, warum ich so selten ins Kino gehe: Ich kann Spannung dort nur sehr schwer ertragen. Als wir mit den Kindern die Harry-Potter-Filme geguckt haben, war ich tapfer dabei – ich kannte ja die Story und musste trotzdem oft Zuflucht im Ärmel eines meiner Nachbarn suchen.

Wenn ich Filme mag, schau ich sie gern mehrfach. “Orphée” von Jean Cocteau war so ein Fall. Ich kann nicht zählen, wie oft ich ins Programmkino gegangen bin, um ihn zu sehen. Zur Hochzeit bekam das Video davon auf VHS. Ist nicht dasselbe …

Der Film – was bedeutet er uns?

Kino – für mich ganz wichtig. Es gibt nichts, was sich so sehr mit den zeitgenössischen Problemen befasst wie der Film. Nicht notwendigerweise die Hollywood Blockbuster oder die Bollywood Schmonzetten, sondern der Autorenfilm, der in ausgewählten Kinos gezeigt wird. Da wird man immer wieder auf Gedanken und Fragestellungen aufmerksam gemacht, die einen entweder selbst umtreiben oder die andere umtreiben. Zwei wunderbare Besipiele waren in den letzten Wochen die Filme Les Misérables und Parasite. Beide oscar-nominiert. Und das zu Recht.

Viele Menschen teilen die Liebe zum Film. Hier kann man gut zusammenführen – einladen, gemeinsam einen Streifen anzusehen und anschließend darüber zu diskutieren. Gründen Sie einfach eine private Kino-Gruppe – Sie werden sehen, Interessenten gibt es für fast jeden Film.

Vielen Dank für eure Antworten, ihr Lieben.

schwarzgekleidetes Mädchen in roten Kino-Plüschsesseln
Kintopp – auch allein ein Vergnügen (*)

Das Kino – jederzeit eine verfügbare Belohnung! Ob allein oder zu mehreren…

Bild(er) von unsplash (*) oder wikimedia commons (**) oder selbst geschossen (***) oder auch vom useum (****). Danke vielmals!

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