Portugiesischer Bilderbogen, Teil II

Wie versprochen lasse ich Sie ein bisschen mit mir herumreisen … nach

Portugal.

Allerdings müssen Sie sich dazu aufs Rad schwingen und ein wenig sportlich treten – sechs Wochen sind wir in Portugal kreuz und quer gefahren, um Land und Leute kennenzulernen. Vom Nordosten  über das Estrela Gebirge nach Lissabon. Danach über den Alentejo im Südosten des Landes hinunter an die Algarve. Von da an den Westzipfel nach Sagres und dann am Meer entlang hinauf zur Tejomündung und via Cascais, Coimbra und Sintra nach Porto. Und per Auto zurück und via Tavira über die Grenze nach Spanien. Den ersten Teil unserer Reise können Sie hier verfolgen. Und jetzt geht es weiter:

Manchmal ähneln sich Portugal und Spanien. Eine Burg in der Nähe von Cuba. einem der möglichen Geburtsorte von Columbus.

Wenn die Sonne sinkt, übernehmen in den Landstädtchen die Schatten. Überall treffen sich die ausgehfreudigen Portugiesen, in Cafés oder Restaurants oder aber auch am Strand zum Kartenspielen.

Die Felder sind im Juli schon abgeerntet, ausgewählte numerierte Korkeichen geschält. Die Rinden werden gesammelt und für die Korkenproduktion verkauft. Hochbeladene Lastwagen überholen uns.

Am Meer, südlich von Porto, ist noch alles ruhig. Die Ferien haben noch nicht begonnen.

In der alten Universitätatstadt Coimbra laufen die Studenten tatsächlich noch in schwarzen Batman-Umhängen herum, ansonsten ist die Stadt wunderschön, steil, quirlig und modern.

Hübsch anzusehen sind in den großen Städten des Landes die historisch anmutenden Öl-Sardinen-Büchsen-Läden – die Sardine ist auch im ungeölten Zustand ein sehr, sehr schmackhafter Fisch, der oft auf dem Grill angeboten wird und wirklich immer schmeckt.

In Portugal hat man viel für Dekor übrig – auf dem Bodenpflaster, in den Kirchen um die Portale herum, an den Häusern, in den Parks.

Manchmal lässt sich der Einfluss der Mauren und ihrer Vorstellung von Üppigkeit und Reichtum nicht verleugnen – Portugal ist stolz darauf und hat in seinem manuelinischen Stil vieles adaptiert. Auf unnachahmlich-portugiesische Weise…floral, faunisch, phantasievoll.

Anrührend sind oft die alten Königsgräber. Obwohl Portugal mit seinen Herrsch-Schaften nicht allzuviel Glück gehabt zu haben scheint, so müssen sich manche Paare doch herzlich zugetan gewesen sein.

Wir sind noch nicht aus Stein und brauchen deshalb eine Erfrischung!

Natürlich gibt es Kirchen und Klöster zuhauf: Hier ein besonders schmuckes Exemplar in Batalha, dem Weltkulturerbe-Kloster, dessen Name eigentlich – und nicht ohne Grund – Schlacht bedeutet.

Hier ein Blick aus unserer kleinen Wohnung in Porto, der Stadt, von der alle Portugiesen sagen: schön, aber kalt.

Oben der Douro mit den guten Rebhängen und die alten Lagerhäuser für den berühmten Portwein und unten die Harry-Potter-hafte Buchhandlung Lello, eine der schönsten der Welt. Ach, wenn sich doch nur in allen Buchhandlungen die Menschen so drängeln würden…

Noch ein kurzer Abstecher nach Grandola, der Vila Morena und Stadt der Nelkenrevolution,

…ein Abschluss-Abendessen und

ein letzter Blick auf das grossartige Meer.

Auf Wiedersehen, Portugal!

>Alle unsere Angebote auf einen Blick!

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